Rechtsstreit Stiftung vs. S. Fischer

Schmidts Werk erschien seit 1956 im Stahlberg-Verlag, der 1968 vom Holtzbrinck-Konzern übernommen und 1971 in den ebenfalls zu Holtzbrinck gehörenden S. Fischer Verlag eingegliedert wurde. Abgesehen von den Typoskripten war Schmidts Werk seither lediglich lückenhaft als Taschenbuch auf den Markt. Nach Schmidts Tod kündigte Alice Schmidt 1982 sämtliche Verträge mit dem S. Fischer Verlag »aus wichtigem Grund«, da sich dieser nicht angemessen um Schmidts Werk bemühe. Es schloss sich ein mehrjähriger Rechtsstreit zwischen dem Verlag und der inzwischen gegründeten Arno Schmidt Stiftung an, den die Stiftung 1987 verlor.

Die Rechte für Einzelausgaben von Schmidts Werk – soweit es bei Stahlberg erschienen war – verblieben beim S. Fischer Verlag; vom Rechtsstreit nicht betroffen waren Ausgaben aus dem Nachlass und Werkausgaben, deren Rechte bei der Stiftung lagen.

Zuletzt geändert: 29.2.2020