Immermann-Preis

Der Immermann-Preis der Stadt Düsseldorf

wurde 1935 von NS-Kulturpolitikern ins Leben gerufen, war ausgeschrieben exklusiv für »deutsche arische Schriftsteller« und wurde zwischen 1937 und 1943 für ›völkische Meisterleistungen‹ vergeben
BB 345–346, S. 18

1947 beschloss man in Düsseldorf, zu Heines 150. Geburtstag erneut einen Literaturpreis auszuloben, der allerdings nicht nach Heinrich Heine benannt, sondern erneut als Immermann-Preis vergeben werden sollte und mit 500 DM dotiert war. Der Preis wurde bis 1967 verliehen; einen Heinrich-Heine-Preis verleiht die Stadt Düsseldorf erst seit 1972.

Am 17. Februar 1948 forderte Schmidt die Bewerbungsunterlagen für den Preis an, am 11. April bewarb er sich mit dem Manuskript des ›Leviathan‹ um den Preis. Seine Bewerbung blieb erfolglos, der Preis ging 1948 an Emil Barth.

Am 20. Oktober notiert Alice Schmidt in Ihrem Tagebuch:

Und A pumpt wieder von Wahl »die Welt« & siehe da, am 14. 10. wurde der Immermann-Preis einen ›Barth‹ für die bereits veröffentlichen ›Xantener Hymnen‹ feierlich überreicht, & da war er abgebildet. Natürlich hatten wir schon immer gefürchtet, daß der »Leviathan« den Preis nicht kriegen würde, zumal aus dem verpfafften Düsseldorf, trotzdem wars natürlich eine große Enttäuschung & herzzerreißend wars, als A mal zur Tür reinkam, & »klinglingling, das Tandem« machte. Und wieder hagelte es Verwünschungen & f was er nur was mache, er bereue jeden Federstrich & mache nichts mehr, hülfe uns ja doch nichts aus unsrem Elend.
TB 1948/49, S. 25
Zuletzt geändert: 29.2.2020