Falbes Fabeln

16. November 2008, 1.42 Uhr | Giesbert Damaschke

In Abend mit Goldrand liest man ganz am Schluss auf S. 291 der gesetzten Fassung:

auch die rostigen Rüschen der noch=kleinen Eiche haben heiser zu falben begonnen

Jan Philipp Reemtsma erzählte in Rendsburg, dass ihm diese Stelle, an der sogar die Blätter einer “noch=kleinen Eiche” blass werden und ihre Farbe verlieren, einmal sehr gut in den interpretatorischen Kram gepasst hätte – der Schlussteil des Romans ist von zunehmendem Farbverlust geprägt –, bis ihn Bernd Rauschenbach darauf hinwies, dass es sich hier leider um einen Satzfehler handelt. Im Typoskript steht hier:

… haben heiser zu fabeln begonnen

Der Satzfehler ist in Fragmente I notiert.

Kommentar hinzufügen | Trackback.

Ein Kommentar zu Falbes Fabeln

Rüdiger Wick schreibt:
5. Dezember 2008, um 11:25

Oder ob Schmidt vielleicht ein l vergessen hat … ?

Als ich eben “und einen falben Mantel will ich tragen, daß mich niemand im Sandmeer erspähe” las (zitiert von Hans Wollschläger in “Die Insel”, S. 164) mußte ich sofort an diese gestern abend hier gelesene Notiz denken …

Ihr Kommentar