Zettel’s Traum auf Englisch

12. Mai 2015, 11.20 Uhr | Giesbert Damaschke

Die Arno Schmidt Stiftung hat in ihrem Blog die erste Seite der kommenden Übersetzung von „Zettel’s Traum“ abgebildet („Bottom’s Dream“). Laut einem lapidaren Hinweis bei Twitter („coming soon“) wird das Monstrum wohl demnächst erscheinen – vielleicht zur Buchmesse?

Update: Bei Facebook verrät die Stiftung ein klein wenig mehr: Das Buch ist (natürlich) von John E. Woods übersetzt und soll „voraussichtlich im Frühjahr 2016 im Verlag Dalkey Archive Press“ erscheinen.

DVD: Mein Herz gehört dem Kopf

30. April 2015, 18.05 Uhr | Giesbert Damaschke

Das hab ich ja glatt zu melden vergessen: Oliver Schwehms Dokumentation Arno Schmidt – Mein HERZ gehört dem KOPF, die im Januar bei Arte zu sehen war, gibt es inzwischen auch auf DVD. Paul Hübscher hat die DVD in seinem Blog ausführlich besprochen.

Bilder weg 8-( [Update: wieder da]

30. April 2015, 13.33 Uhr | Giesbert Damaschke

Tja, so geht’s: Da kümmert man sich etwas halbherzig um das Update der WordPress-Installation und löscht dabei versehentlich den Ordner „Bilder“. Und natürlich habe ich kein Backup. Damit sind bei allen bisherigen Beiträgen die Bilder verschwunden. Ich werd mich mal in der nächsten Zeit daran machen, die entsprechenden Bildverweise aus den Beiträgen zu löschen, um dem Server Fehlermeldungen zu ersparen. Vielleicht lassen sich auch einige Bilder erneut hochladen, aber das kann ich aktuell nicht überblicken.

Update: Alles wieder in Ordnung. Ich hatte zwar kein Backup, aber Host Europe, bei denen diese Site gehostet wird 8-).

Bargfelder Bote 389–390

30. April 2015, 13.27 Uhr | Giesbert Damaschke

Die nächste Lieferung des Bargfelder Boten wird ausgeliefert. Aus dem Inhalt:

  • Thomas Eichhorn: Das Übersetzen und Arno Schmidt
  • Friedhelm Rathjen: Joyce, erdwärts gekehrt. Neue Details zu Genese und Verwertung von Schmidt „Finnegans-Wake“-Übersetzungen
  • Guido Erol Öztanil: Kopflos, aber mit Herz (Rezension der DVD „Arno Schmidt – Mein Herz gehört dem Kopf“)

„Was wird er damit machen?“ kommt zur Buchmesse

30. April 2015, 13.20 Uhr | Giesbert Damaschke

Die Arno Schmidt Stiftung lässt der Ankündigung Taten folgen: Zur Buchmesse im Herbst soll Schmidts Übersetzung von Bulwer-Lyttons What will he do with it? in sechs Bänden erscheinen. Ein erstes Foto ist bei Facebook zu sehen (keine Anmeldung erforderlich), der Preis soll mit 48 Euro im sehr bezahlbaren Rahmen liegen.

Neue Postkarten

18. März 2015, 11.22 Uhr | Giesbert Damaschke

Zur Leipziger Buchmesse hat die Arno Schmidt Stiftung zehn Postkarten „mit Fotos und Wolken-Zitaten von Arno Schmidt“ herausgebracht. Die Postkarten können bei der Stiftung gegen einen mit 1,45 Euro frankierten Rückumschlag (C6) bestellt werden:

Arno Schmidt Stiftung
Bargfeld
Unter den Eichen 13
29351 Eldingen

Es gibt die Karten auch im Buchhandel (ISBN 978-3-518-91658-2).

Arno Schmidt in Japan

14. März 2015, 17.23 Uhr | Giesbert Damaschke

Zu den vielen Dingen, die ich im letzten Jahr, als das Blog für ein paar Monate im tiefen Schlummer lag, nicht vermeldet habe, gehört die Preisverleihung des japanischen Merck-Kakehashi-Literaturpreises. Dessen Preisträger nämlich waren Arno Schmidt mit „Seelandschaft mit Pocahontas“ und Jun Wada, der diesen Text ins Japanische übersetzt hat.

Der Preis wurde 2014 erstmals vom Goethe-Institut in Tokio vergeben und ist zum einen nach dem japanischen Wort „kakehashi“ (was so viel wie „Grenzüberschreitung“, „Brückenschlag“ bedeutet) benannt, zum anderen nach seinem Sponsor, dem japanischen Ableger des Pharmakonzerns Merck. Ziel ist es, der deutschen Gegenwartsliteratur in Japan zu stärkerer Verbreitung zu verhelfen und „die besondere Leistung der Übersetzungsarbeit [zu] würdigen“.

Die Preisverleihung fand im Oktober 2014 statt. Das Goethe-Institut hat auf Youtube zwei Video-Mitschnitte der Veranstaltung veröffentlicht.

Wenn Ihnen übrigens demnächst mal wieder jemand unter die Nase reibt, was für ein schwieriger, griesgrämiger und ernster Autor dieser Schmidt doch sei, dann kontern Sie einfach mit einem Zitat seines japanischen Übersetzers: „Zunächst einmal schätze ich seinen Humor und seinen Witz.“

Links:

Lesung im Schloss Bonndorf

8. März 2015, 9.58 Uhr | Giesbert Damaschke

Am 13. Juni lesen Joachim Kersten, Bernd Rauschenbach und Jan Philipp Reemtsma im Schloss Bonndorf (Landkreis Waldshut, Schwarzwald).

Bargfelder Bote Lfg. 385–386

8. März 2015, 9.53 Uhr | Giesbert Damaschke

In den nächsten Tagen erscheint die Lieferung 385–386 des „Bargfelder Boten“. Aus dem Inhalt:

  • Thomas Körber: Hans Wollschläger in memoriam (mit einem Brief Wollschlägers vom 22.12.03)
  • Robert Becker: Arno Schmidts Plagiatsvorwurf gegenüber Adalbert Stifter nebst Verweisen auf James Fenimore Cooper
  • In letzter Zeit ist erschienen und zu unserer Kenntnis gelangt

Das nächste Heft wird eine Doppellieferung sein und im Mai erscheinen. Hier soll es wohl vor allem um Arno Schmidt als Übersetzer gehen.

Wie Arno Schmidt beinahe „Lord of the Rings“ übersetzt hätte

6. März 2015, 18.34 Uhr | Giesbert Damaschke

Am 22. August 1966 erhielt Arno Schmidt eine Anfrage des Ernst Klett Verlages, ob er nicht ein Werk übersetzen wolle,

das in Deutschland zu veröffentlichen fast unmöglich ist … und doch sind wir zu dem fast Unmöglichen fast bereit. Das Werk ist eine gigantische Märcheninsel, die zu der Welt der Faerie Queene (und vielleicht auch zu Angria und Gondal) eine unterirdische Verbindung hat; es nennt sich THE LORD OF THE RINGS und hat einen Professor namens J.R.R.Tolkien zum Verfasser. Ob man diesen ernsthaften Schnickschnack eindeutschen kann, das hängt zunächst einmal davon ab, ob man einen Übersetzer findet, der sich die gewaltige Arbeit zutrauen kann; in Deutschland gibt es nur einen, der es könnte, und das sind Sie.

Schmidts Antwort vom 26. September ist nur als Entwurf im Bargfelder Archiv erhalten und wurde von Alice Schmidt geschrieben:

SgH Dr Arbogast,

Dank für Ihren Brief vom 22.8. – Ich weiß wohl von der Existenz des J.R.R.Tolkien’schen Riesenwerkes ‘The Lord of the Rings’ habe aber leider noch nie Gelegenheit gehabt, es zu lesen. – Nun ist es aber so, daß ich selbst ein umfangreiches großes Buch schreibe, und vermutlich noch das ganze nächste Jahr ganz ausschließlich daran arbeiten werde – so daß ich für absehbare Zeit an eine so große Übersetzungsarbeit nicht denken kann.

Vielleicht ergibt sich späterhin einmal eine Zusammenarbeit.

Mit vorzügl. Hochachtung

iA

Zitiert mit freundlicher Genehmigung der Arno Schmidt Stiftung.

Mir war das völlig neu; allerdings wies Friedhelm Rathjen in der ASml auf sein Buch „Der Bücherfresser – Arno Schmidt als Wiederverwerter“ aus dem Jahr 2009 hin. Dort findet sich das Kapitel „Zu lieb, als daß ich mich da plagen möchte – Fünfzig Bücher, die Arno Schmidt nicht übersetzte“, in dem natürlich auch „Lord of the Rings“ auftaucht.