Neues von Mare Crisium (3)

3. Mai 2016, 10.56 Uhr | Giesbert Damaschke

So, die Umbauarbeiten bei mare-crisium.de sind (vorläufig) abgeschlossen. Als letzte Änderung wurde der Kommentarteil neu strukturiert, es lassen sich nun gezielt Kommentare zu bestimmten Seiten abrufen (in 10er-Blöcken). Der Kommentar wird nun sukzessive ausgebaut (aktuell enthält er knapp 250 Einträge), wobei sich sehr wahrscheinlich weitere Umbauarbeiten ergeben werden. Geplant ist etwa noch eine Suchfunktion und die Möglichkeit, thematisch zusammengehörige Kommentare anzeigen zu lassen.

Schmidt und Doderer

3. Mai 2016, 9.38 Uhr | Giesbert Damaschke

Ob Arno Schmidt den älteren Zeitgenossen Heimito von Doderer zur Kenntnis genommen hat, ist unklar. In „Zettel’s Traum“ gibt es zwar eine Handvoll Anspielungen und Namensnennungen, aber ob es sich dabei tatsächlich um Lektüreerträge oder eher zufällige Funde aus anderen Kontexten handelt, ist derzeit noch nicht zu entscheiden. In der Nachlassbibliothek findet sich jedenfalls kein Buch von Doderer.

Aber in der Doderer-Gesellschaft gibt es hinreichend viele Schmidt-Leser, dass Gerald Sommer, Präsident der Doderer-Gesellschaft, auf die Idee kam, für 2017 eine Veranstaltung zu den beiden Autoren zu planen. Wer sich für die Veranstaltung interessiert oder gar Inhaltliches beisteuern kann und mag, der wende sich vertrauensvoll an Gerlad Sommer. Die Kontaktdaten finden sich auf der Webseite der Gesellschaft.

Nebenbei: Doderer war eines meiner Prüfungsthemen – aber bislang bin ich nie auf die Idee gekommen, zwischen diesen beiden Lieblingsautoren von mir eine Verbindung zu sehen.

Neues von Mare Crisium (2)

17. April 2016, 18.52 Uhr | Giesbert Damaschke

Die Arbeiten an der Site mare-crisium.de gehen weiter. Es wurden die bislang nicht berücksichtigten Kaff-relevanten Stellen aus dem Postauto-Band aufgenommen und kleinere Korrekturen vorgenommen. Hinter den Kulissen wurde der Code optimiert und die Umstellung der Datenstrukturen vorangetrieben.

Neues von Mare Crisium

16. April 2016, 11.31 Uhr | Giesbert Damaschke

Auf der seit rund sieben Jahre ruhenden Site mare-crisium.de hat sich endlich mal wieder etwas getan: Die Tagebucheinträge Schmidts zur Entstehung von „Kaff auch Mare Crisium“ wurden neu durchgesehen und ergänzt. Bislang endeten sie mit der Vollendung der Reinschrift, jetzt reichen sie bis zum Erhalt der ersten Belegexemplare und Schmidts Reaktion darauf („und blättern 1 Mal etwas in ‘Kaff’ – es hat doch noch ungefähr dasselbe Niveau wie die früheren“ – 13. Dezember 1960).

Pagenstecher

24. März 2016, 10.34 Uhr | Giesbert Damaschke

Der Ich-Erzähler in „Zettel’s Traum“ heißt bekanntlich Daniel Pagenstecher. Über Schmidts Namenswahl wurde schon mehrfach spekuliert, jetzt hat Friedhelm Rathjen eine weitere, in der Forschung bislang wohl noch nicht erkannte Bedeutung gefunden:

Rätselhafter wird es schon beim Pagenstecher, dessen heute irritierend erotischen Beiklang sich Arno Schmidt für die Hauptfigur seines Romans „Zettels Traum“ zunutze gemacht hat. Dahinter verbirgt sich jedoch kein homophiler Adeliger, sondern ein Pferdemetzger, ein Abdecker oder jemand, der Hengste kastrierte. Der Wortbestandteil Page kommt vom niederdeutschen Wort Paag, Page „Mähre, altes Pferd“, stechen heißt hier „durch einen Stich töten, schlachten“.

Ob Schmidt diese Bedeutung allerdings gekannt hat, muss erstmal offen bleiben – eine kursorische Recherche in diversen alten Lexika des 19. Jahrhunderts brachte nur Treffer zu diversen Personen namens „Pagenstecher“. Aber das will ja nicht viel heißen.

Update: Wer einmal wissen will, wie Schmidt den Namen ausgesprochen hat, der kann sich dieses kurze MP3 anhören: „er heißt Herr Pagenstecher, Daniel mit Vornamen“ (Ausschnitt aus „Vorläufiges zu Zettels Traum“).

Briefregister, Update

23. März 2016, 19.53 Uhr | Giesbert Damaschke

Schneller als gedacht hat das Briefregister zugelegt (nicht zuletzt dank Friedhelm Rathjen und Andreas Weigel, die mir ihre Funde mitgeteilt haben). Aktueller Stand: 731 Briefe.

Ich bin erstaunt und erfreut, wie schnell das Register aus einer beiläufigen Idee und probeweisen Umsetzung zu einem fast schon nützlichen Nachschlagewerk geworden ist, das immerhin einige Eckdaten festklopft. Das hatte ich so nicht erwartet.

Das Wachstum des Registers habe ich zum Anlass genommen, das Layout etwas zu überarbeiten und Informationen zum aktuellen Bestand und der letzten Bearbeitung einzufügen. Ich muss das „bei Gelegenheit“ noch mal durchgehen, um zu vermerken, ob ein Eintrag auf einen kompletten Abdruck, ein Faksimile, einen Auszug oder gar nur einer Datumsnennung verweist (das habe ich zu Beginn leider vernachlässigt).

Aktuell wird das Register immer noch als simple chronologische Liste ausgegeben, das müsste ich auch mal verbessern. Aber dazu habe ich leider keine Zeit, also ist es halt so, wie es ist: Besser als nix.

„mein bisher (und für immer) umfangreichstes Stück“

19. März 2016, 20.13 Uhr | Giesbert Damaschke

Da hat er sich aber ziemlich verschätzt:

Das 'Steinerne Herz' […] wird mein bisher (und für immer!) umfangreichstes Stück sein […].

Arno Schmidt an Günter Waldmann, 6. März 1956; zitiert nach dem Katalog Literatur 2012 der Autographenhandlung Stargardt.

Briefwechsel Arno Schmidt / Hans Wollschläger

7. März 2016, 13.03 Uhr | Giesbert Damaschke

Aus dem Blog der Arno Schmidt Stiftung:

Briefwechsel Arno Schmidt und Hans Wollschläger
Neuer Herausgeber des umfangreichen Briefwechsels zwischen Arno Schmidt und Hans Wollschläger ist der Germanist Dr. Giesbert Damaschke. Der Band soll im Herbst 2018 erscheinen.
7. März 2016

Telllingstedt und der Weg dorthin

28. Februar 2016, 10.46 Uhr | Giesbert Damaschke

Für die Leipziger Buchmesse im März ist angekündigt:

Tellingstedt & der Weg dorthin.
Texte und Materialien zu Arno Schmidts „Die Schule der Atheisten“. Herausgegeben von Ulrich Klappstein und Heiko Thomsen; Textredaktion: Michael Meinert. 544 Seiten mit ca. 150 meist farbigen Abbildungen. Dresden: Neisse, 2016.

Das Buch wird in drei verschiedenen Ausgaben erscheinen. Die Leinenausgabe mit Farb- und Schwarzweißbildern soll 58,00 Euro, die kartonierte Ausgabe 48,00 Euro und die Studienausgabe (kartoniert, aber lediglich schwarzweiße Abbildungen) 28,00 Euro kosten. (Die kartonierten Ausgaben sollen laut Verlag bereites im Handel sein.)

Ausführliche Informationen gibt es beim Verlag und bei Facebook (die Seite sollte ohne Anmeldung abzurufen sein).

Die Bildbiographie im Werden

22. Februar 2016, 20.24 Uhr | Giesbert Damaschke

Die Anfang 2015 angekündigte „Bildbiographie“ wächst und gedeiht. Das jedenfalls legt ein Foto nah, dass die Stiftung bei Facebook gepostet hat (und das ich einfach mal stibitze):

Bögen der Bildbiographie Arno Scmidt, Foto der Arno Schmidt Stiftung