Arno Schmidt und einer seiner Bewunderer

27. Februar 2015, 10.43 Uhr | Giesbert Damaschke

In der aktuellen Ausgabe des Radkulturmagazins fahrstil findet sich die Erzählung „A.S. und einer seiner Bewunderer“ von Peer-Hinrich Saandhey. In der Pressemitteilung heißt es, man bringe

eine nicht nur für Schmidt-Fans anrührende Story darüber, wie unser aus Norwegen stammender Autor Peer-Hinrich Saandhey dem toten Schriftsteller in der Darmstädter Inselstraße begegnet, wie er mit ihm einen trinken geht, einiges über verstorbene Prominente, aber auch über die Lieblingskatze von Alice Schmidt erfährt und dem 1979 verstorbenen Dichter der Heide und des Mondes ein Fahrrad zur Verfügung stellt.

„Abend mit Goldrand“ in Wien

25. Februar 2015, 19.37 Uhr | Giesbert Damaschke

Am 9. März, 20.00, findet in Wien im Theater Echoraum die Uraufführung von „Arno Schmidt : Abend mit Goldrand“ statt. Was das genau sein soll, verrät die Vorankündigung auf der Webseite des Theater Echoraum leider nicht ;-).

Ausstellung in Berlin

25. Februar 2015, 19.33 Uhr | Giesbert Damaschke

Vom 22. September 2015 bis zum 10. Januar 2016 wird in der Akademie der Künste, Berlin, eine große Arno-Schmidt-Ausstellung zu sehen sein. Dabei handelt es sich um eine leicht überarbeitete Version der Ausstellung „Arno Schmidt 100“, die vom Mai bis Oktober 2014 in Celle gezeigt wurde. Auf den Seiten der Arno Schmidt Stiftung findet sich noch der Flyer „Arno Schmidt 100. 3 Ausstellungen” (PDF-Datei) aus dem Geburtstagsjahr,  der eine kurze Vorstellung der Celler-Ausstellung bietet.

Schmidtareal, Fiktionsplateau und Duchamp-City

11. Februar 2015, 12.40 Uhr | Giesbert Damaschke

Seit den 1990er Jahren collagiert Stefan Huber echte und fiktive Land­karten zu sehr großen Kartenkunstwerken, in denen Auto­bio­graphie, Wissen, Erfahrungen und Zeitgeschehen in die Topographie überführt werden. Eines dieser Werke heißt „Alte Welt – Neue Welt“ und zeigt auch ein „Schmidtareal“, für das Huber Schmidts Zeichnung der Gelehrten­republik benutzt hat. Die Karte kann im Internet als stufenlos zoombare Grafik bestaunt werden, das Schmidtareal liegt etwas rechts vom Zentrum.

Die Stiftung bloggt

11. Februar 2015, 11.36 Uhr | Giesbert Damaschke

Die Arno Schmidt Stiftung ist seit einiger Zeit mit einem öffentlichen Account bei Facebook vertreten (den also jeder einsehen kann, ohne sich bei Facebook anzumelden). Jetzt gibt es auch ein Blog. Durch einen blöden Tippfehler im Quellcode der Seite wird aktuell der RSS-Feed nicht automatisch erkannt1¹. Der ist aber vorhanden:

http://arno-schmidt-stiftung.de/content/rss.xml

Update: ¹ Kaum schreib ich das hin, ist der kleine Fehler auch schon behoben.

Lesung in Celle

31. Januar 2015, 14.24 Uhr | Giesbert Damaschke

Am 12. Februar, 20.00 Uhr, lesen Eva-Maria Pichler, Bernd Rauschenbach und Thomas Wenzel im Celle (Schloßtheater Celle, Halle 19) „eine Collage aus Schmidt-Texten mit Kommentaren von Bernd Rauschenbach“:

Von der Macht der Dichter und von ihrer Ohnmacht

Ein unumschränkter Herrscher im Reich seiner Literatur – ein wortmächtiges Gehirntier, das Welten wie ein zweiter Demiurg erschaffen und benennen konnte: So präsentierte sich Arno Schmidt seinen Lesern und hätte deren Gehirne am liebsten an sein eigenes angeschlossen, um sie haargenau die Bilder sehen zu lassen, die ihm beim Schreiben vor Augen standen. Ein Gang durch Schmidts erzählerisches und essayistisches Werk zeigt, wie dicht die Allmachtsphantasien neben den künstlerischen Selbstzweifeln und der Ohnmacht gegenüber der politischen Wirklichkeit stehen. „Ein Gott möchte ich gar nicht sein : viel zu langweilig, so zuerst. N Halbgott, das ja!“

Was kommt und was nicht

19. Januar 2015, 20.00 Uhr | Giesbert Damaschke

Bernd Rauschenbach hat in der ASml einmal einen „Blick in die Kristall­kugel“ getan und verraten, was in Sachen Arno Schmidt in diesem Jahr zu erwarten ist – und was eher nicht. Alles natürlich cum grano salis, denn libelli habent bekanntlich fata sua:

  • Biographie: Rauschenbach hat die Arbeit an seiner AS-Biographie „seit gut zwei Jahren“ eingestellt. Dafür wird aber ein anderer Autor in einem anderen Verlag eine Biographie herausbringen. Für Details warten wir jetzt auf die offizielle Verlautbarung des anderen Verlags.
  • Bargfeld Nr. 37: Der im Oktober 2013 für März 2014  angekündigte biographische Band wird nicht erscheinen.
  • Bild-Biographie: An die Stelle von „Bargfeld Nr. 37“ ist eine Bildbiographie getreten, die 2016 erscheinen soll. Herausgeberin ist Fanny Esterhazy.
  • Briefwechsel mit Hans Wollschläger: Ebenfalls auf der Todo-Liste der Stiftung steht nach wie vor der Briefwechsel zwischen Arno Schmidt und Hans Wollschläger. Ein Erscheinungsdatum kann allerdings noch nicht genannt werden.
  • Schmidts Übersetzungen: Die Stiftung hat ein lange beklagtes Desideratum in Angriff genommen: die Neuauflage/Herausgabe der von Schmidt übersetzten Werke. Den Anfang macht Bulwer-Lyttons Romanklotz „Was wird er damit machen?“, der voraussichtlich im Herbst 2015 als erster Band der geplanten Reihe „Ausgewählte Übersetzungen Arno Schmidts in Einzelbänden“ erscheinen soll. Herausgeber ist Bernd Rauschenbach. Erstmals werden dann auch „die Typoskript-Marginalien Schmidts veröffentlicht, in denen er seiner ‚ersten Leserin‘ Alice Schmidt kurze Sach-Kommentare und Erläuterungen zu Übersetzungsproblemen gibt.“
  • Briefwechsel mit Krawehl: Der Briefwechsel zwischen Arno Schmidt und seinem Lektor Ernst Krawehl umfasst sage und schreibe 18 Ordner. An einer Auswahl aus diesem Briefwechsel wird gearbeitet, ein Erscheinungsdatum kann natürlich noch nicht genannt werden.
  • Die Zettel zur „Julia“: Aktuell arbeitet Susanne Fischer an der Edition der Zettel zur „Julia“. Den Inhalt von Zettel 329 teilte sie bereits bei Facebook mit: „Der Terror sagt zum Mord ›Brüderchen‹, und der giebt den Gruß weiter a d Krieg“.
  • Alice Schmidts Tagebücher: Die Arbeit an den Tagebüchern von Alice Schmidt geht ebenfalls weiter, als nächstes kommen „wahrscheinlich die Jahre 1948–1950“.

Geburtstagstreffen am 18. Januar

16. Januar 2015, 17.06 Uhr | Giesbert Damaschke

Auch am diesjährigen 18. Januar treffen sich hartgesottene Schmidtleser vor dem Geburtshaus am Rumpffsweg 27 in Hamburg-Hamm. Und zwar um 11.00. Anschließend gibt’s gegen 5 Euro einen Imbiss im Stadtteilarchiv Hamm (telefonische Anmeldung erforderlich): Weitere Informationen.

Neues zur digitalen BA

13. Januar 2015, 23.30 Uhr | Giesbert Damaschke

Seit 1998 gibt es die „Bargfelder Ausgabe“ auf CD. Inzwischen ist die CD doch sehr in die Jahre gekommen. Nicht nur inhaltlich – schon beim Erscheinen wurde auf die Briefe verzichtet und natürlich fehlt alles, was nach der CD im Rahmen der BA veröffentlicht wurde –, sondern auch technisch. Schon als sie neu war, war sie nicht unbedingt auf dem aktuellen Stand der Technik, heute ist sie als reine Windows-3.1-Anwendung hoffnungslos veraltet und kaum mehr als eine Notlösung.

Doch es gibt guten Grund zur Hoffnung, denn Susanne Fischer teilte auf Nachfrage in der ASml mit:

Am Update der elektronischen BA wird gearbeitet, und zwar an einer plattformunabhängigen, webbasierten Lösung. Im Vergleich zur jetzigen Ausgabe bietet sie eine Fülle neuer Möglichkeiten – die Fuzzy-Suche wird nur eine der vielen Verbesserungen sein, für die wir Günter Jürgensmeier zu danken haben, gerade bei einem Autor, der ein Anhänger der VerschreibKunst ist. Die Arbeit ist schon ziemlich weit gediehen.

Noch nicht klar ist das Vertriebsmodell. Sowohl uns als auch unserem Verlag fehlt da die Erfahrung.

Plattformunabhängig, webbasiert, Fuzzy-Suche, weit gediehen: Das klingt doch alles schon mal sehr vielversprechend. Und auf das Vertriebsmodell bin ich auch mal gespannt.

Funkstille

9. Mai 2014, 11.15 Uhr | Giesbert Damaschke

Pünktlich zu Arno Schmidts 100. Geburtstag herrscht ausgerechnet hier Funkstille, und ich wurde gefragt, ob ich dieses Blog aufgegeben hätte. Nein, das habe ich nicht. Ich habe aktuell schlicht keine Zeit, mich um asml.de zu kümmern.

Das ist insofern blöd, weil natürlich in diesem Jahr in Sachen Schmidt jede Menge los ist. Wer hier auf dem Laufenden bleiben möchte, dem sei noch einmal die Arno-Schmidt-Stiftung bei Facebook empfohlen. Keine Sorge, Sie müssen sich nicht bei Facebook anmelden, sondern können die Informationen auf der Seite auch so abrufen (den Mist, den Ihnen Facebook dabei um die Ohren haut – „Um dich mit Arno Schmidt Stiftung zu verbinden, registriere dich noch heute für Facebook“ – können Sie getrost ignorieren).

Vielleicht komme ich in der zweiten Jahreshälfte wieder dazu, mich um dieses Blog zu kümmern. Vielleicht auch nicht. Mal sehen.