BB 387–388; 391–398

8. Februar 2016, 23.20 Uhr | Giesbert Damaschke

Seufz. Seitdem ich mein Abo des BB gecancelt habe, komme ich der Chronistenpflicht in Sachen „Bargfelder Bote“ auch nur eher schleppend nach. Diese Ausgaben sind in der letzten Zeit – ein angenehm dehnbarer Begriff – erschienen und hier noch nicht vermeldet worden (falls sich jemand wundert (was ich bezweifle – das liest hier eh niemand): das Erscheinen der  Lfg. 389/390 hatte ich notiert). Die Daten stammen aus dem entsprechenden PDF  der edition text+kritik; einen doofen Fehler, der mir zufällig auffiel  – einfaches Anführungszeichen statt Apostroph – habe ich korrigiert. Leider verrät die Website der edition text+kritik nicht, wann eine Lieferung erschien (oder ich bin zu ungeduldig, das rauszupulen). Anyway – here we go:

BB 387–388

  • Thomas Körber: Hans Wollschläger in memoriam
  • Robert Becker: Arno Schmidts Plagiatsvorwurf gegenüber Adalbert Stifter nebst Verweisen auf James Fenimore Cooper

BB 391–392

  • Rainer Barczaitis: Das Übersetzen, Arno Schmidt und Thomas Eichhorn. Eine Erwiderung
  • Susanne Lorenz: „Ämäss=äMätt, Ei läid her flätt“. Mehrsprachigkeit und ihre kulturellen Bedeutungsebenen in „Caliban über Setebos“. Mit einem Postskript von Friedhelm Rathjen
  • Zitate
  • Bibliografie

BB 393–394

  • Jan-Frederik Bandel: Schneeschieber für die kommende Eiszeit. Zum Komischen bei Arno Schmidt
  • Kai U. Jürgens: „Wir sìnd hier nich modern!“ Arno Schmidts „Schule der Atheisten“ als Science-Fiction-Roman
  • Reinhard Finke: Fritz ô Feral und seine Rauchzeichen in „Der Sonn’ entgegen ….“
  • Thomas Eichhorn: Kleine Kritik der unbewussten Theorie. Eine Antwort an Rainer Barczaitis
  • Zitate

BB 395–396

  • Reinhard Finke: Hieronymus Boschs „Garten der Lüste“ in Schmidts ‚MärchenPosse‘ „Abend mit Goldrand“. Bildbetrachtung, Bildbegehung, Bildzauber, Utopie
  • Günther Flemming: Ausflüge in die schöne Welt der Malerei (Rez. Klappstein)
  • Zitate
  • Bibliografie

BB 397–398

  • Tim König: „Zettel’s Traum“ und „Tel Quel“ im Kontrast
  • Gehört, gelesen, zitiert: Karl-Heinz Rofkar. Ein Viertel Mond (1958)
  • Günther Flemming: Was sie damit gemacht haben (Rez. Bulwer-Übersetzung)
  • Bibliografie

Neues zu „Pharos“

8. Februar 2016, 22.41 Uhr | Giesbert Damaschke

Günther Flemming hat sich einmal „Pharos“ vorgenommen:

Pharos oder von der späten Geburt des Schriftstellers Arno Schmidt: Eine literarisch-biografische Fantasie. Epubli, Berlin 2016. 394 Seiten. ISBN 978-3-7375-8740-2. Broschur. DIN A5. 28 Euro.

Aus der Ankündigung:

In dieser Studie wird der Hypothese nachgegangen, „Pharos“ markiere die Erprobung einer Schreibhaltung, mit der [Arno Schmidt] sich nach seinem 30. Lebensjahr („zu spät“) dem Lesepublikum zuwenden wollte. Die Erzählung war bei der Niederschrift nicht zur Veröffentlichung bestimmt, geriet erst mit der Aufarbeitung seiner Vergangenheit in den sechziger und siebziger Jahren wieder in seinen Blick und wurde schließlich, eingebettet in sein Spätwerk „Abend mit Goldrand“, doch noch von ihm selber publiziert.

Ausgehend von der Datierungsfrage wird die Erzählung in Zusammenhang mit den ‚Juvenilia‘ untersucht. Dabei wird der autobiografische Unterstrom heraus gearbeitet – ein Vorhaben, das durch das Fehlen einer Biografie erschwert ist (daher der Untertitel).

„Bottom’s Dream“ kommt

1. Februar 2016, 16.56 Uhr | Giesbert Damaschke

Es ist soweit: John E. Woods’ Übersetzung von „Zettel’s Traum“ kann subskribiert werden. „Bottom’s Dream“ wird bei Dalkey Archive Press erscheinen (wo es auch ein Interview mit dem Übersetzer gibt) in Ausstattung und Format der deutschen Ausgaben gleichen und für gerade einmal 70,00 Euro (!) zu haben sein. Das zumindest hat Hermann Wiedenroth in der Mailingliste ASml mitgeteilt. Auf den Webseiten des Verlags findet sich noch kein Hinweis, aber Interessenten können sich vertrauensvoll an Hermann Wiedenroth wenden, der das Buch bei Erscheinen versandkostenfrei ausliefern wird. An dieser Stelle sei ausnahmsweise einmal Werbung für Wiedenroths Versandbuchhandel und Antiquariat Das Bücherhaus gemacht: Ich kenne keinen Versandhändler, der Bücher derart liebevoll und sorgfältig verpackt. Anders als bei Amazon & Co kann man beruhigt davon ausgehen, dass ein Buch aus dem Bücherhaus wohlbehalten und intakt beim Käufer eintrifft.

Lesebuch eines „fast vergessenen Herforders“

30. Januar 2016, 18.13 Uhr | Giesbert Damaschke

Gerade spülte mir Google News einen Link zu einem Artikel in der „Neuen Westfälischen“ ins Postfach: „Publizist gräbt Texte eines fast vergessenen Herforders aus“. Ich musste kurz überlegen, wer damit wohl gemeint ist, aber bevor ich drauf kam, las ich schon den Vorspann:

Hans Wollschläger: Der Herforder Publizist Michael Girke kuratiert Ausstellung über den intellektuellen Aufklärer und gibt Lesebuch mit Wollschläger-Texten heraus

Naja.

Wo dieses Lesebuch erscheinen soll, verrät der Artikel nicht (vermutlich, damit Wollschläger auch ganz bestimmt vergessen bleibt). Aber dafür gibt es ja das Internet: Das Buch soll im Februar 2016 bei Aisthesis erscheinen:

Lesebuch Hans Wollschläger.
Zusammengestellt und mit einem Nachwort von Michael Girke. Nylands Kleine Westfälische Bibliothek 57. ISBN 978-3-8498-1149-5. Aisthesis 2016. 151 Seiten. 8,50 Euro. – Angekündigt für Februar 2016.

Laut Inhaltsverzeichnis wird der Band zwei Texte zu Arno Schmidt enthalten:

  • Zu Arno Schmidts 80. Geburtstag. Interview mit Sandra Trauner
  • Eine Putenfarm für Arno Schmidt?

Interview mit Susanne Fischer

18. Dezember 2015, 14.31 Uhr | Giesbert Damaschke

Im Blog der Akademie der Künste gibt es ein Interview mit Susanne Fischer:

Im folgenden Interview verrät Susanne Fischer (Ko-Kuratorin der Akademie-Ausstellung zu Arno Schmidt und Geschäftsführerin der Arno Schmidt Stiftung) wie die Ausstellung zustande kam, welche Wortschöpfungen in Schmidts Zettelkästen zu finden sind und was der Schriftsteller von Weihnachten hielt.

Illustrierte Ausgabe von „Die Methode Dr. Thaer und Prof. Fedders“

20. November 2015, 12.10 Uhr | Giesbert Damaschke

Der Kunstanstifter-Verlag hat Arno Schmidts Übersetzung von Edgar Allan Poes „The System of Doctor Tarr and Professor Fether“ in einer von Renate Wacker illustrierten Ausgabe herausgebracht. Einige Proben kann man auf der Verlagsseite sehen.

Edgar Allan Poe: Die Methode Dr. Thaer und Prof. Fedders. Übersetzt von Arno Schmidt. Illustriert von Renate Wacker. Mannheim: Kunstanstifter, 2015.  56 Seiten. ISBN: 978-3-942795-34-0. 18,50 Euro.

Neues Hörbuch

2. November 2015, 16.11 Uhr | Giesbert Damaschke

Neu erschienen bei Hoffmann und Campe:

Arno Schmidt / Barthold Heinrich Brockes: Irdisches Vergnügen. Mit Joachim Kersten, Bernd Rauschenbach und Jan Philipp Reemtsma, sowie Wally Hase (Querflöte) und Thomas Müller-Pering (Gitarre). 2 CDs, 141 Minuten, ca. 25 Euro.

Die Doppel-CD bringt eine Neuaufnahme von Schmidts Brockes-Essay, eine Auswahl der Gedichte und ein Essay von Jan Philipp Reemtsma. Hartwig Tegeler zeigt sich in seiner Rezension beim Deutschland Radio Kultur sehr angetan:

Das Hörbuch „Irdisches Vergnügen“ ist ein wunderbares Vergnügen, weil es so ganz aus den Zeitläuften gefallen zu sein scheint.  … [Es] stellt die im Hörbuch komprimierte reine Lust an der Literatur dar, ihrer Sprache, ihrem Rhythmus, ihrer Musikalität, die sich in den Gedichten von Barthold Heinrich Brockes, der analytische Verbeugung Arno Schmidts vor ihnen und der nun wiederum ihrerseitigen Verbeugung vor beiden durch Joachim Kersten, Bernd Rauschenbach und Jan Philipp Reemtsma vollzieht. Da lieben welche „ihren“ Dichter Arno Schmidt auf einem intellektuellen Niveau, das einen hörend die Birne rauschen lässt.

Berliner Ausstellung bei Arte

2. November 2015, 15.56 Uhr | Giesbert Damaschke

Am 26. Oktober brachte Arte einen kurzen Beitrag (2:30) von Mathilde Schnee zur Berliner Arno-Schmidt-Ausstellung, in dem auch Jan Philipp Reemtsma und Susanne Fischer zu Wort kommen. Der Beitrag kann auf der Website von Arte abgerufen werden.

Tristram Shandy als Hörspiel

11. Oktober 2015, 12.44 Uhr | Giesbert Damaschke

Der Bayerische Rundfunk hat die Sterne-Übersetzung von Michael Walter als neunteiliges Hörspiel umgesetzt. Die Teile sind als Podcast zum Download im Hörspiel Pool des BR verfügbar. Die erste Folge wird am 11. Oktober, also heute, von 15.00 bis 16.00 Uhr gesendet.

Veranstaltungskalender zu Arno Schmidt

11. Oktober 2015, 12.30 Uhr | Giesbert Damaschke

In der Seitenleiste gibt es nun einen neuen Punkt: Veranstaltungskalender. Dabei handelt es sich um einen öffentlichen Kalender mit Terminen rund um Arno Schmidt und Umfeld. Der Kalender wird via iCloud verwaltet und lässt sich mit jedem Kalenderprogramm abonnieren, das den iCal-Standard unterstützt. Also mit praktisch jedem.