Dicke Bücher

9. Dezember 2007, 12.08 Uhr | Giesbert Damaschke

Aus einer Rezension zu Florian Havemann: Havemann. Eine Behauptung (Suhrkamp, 1092 Seiten) im Neuen Deutschland:

Es sei zu dick das Buch und geschwätzig sei es manchmal auch und sein Stil zu frei, so lautet der durchgängige Vorwurf. So habe Literatur nicht zu sein. Dieser Ansatz der Debatte erinnert erheiternd an die Diskussion um »Zettels Traum«, das 1334 Seiten starke Werk von Arno Schmidt aus dem Jahr 1970. Von der eigenwilligen Interpunktion, über die handschriftlichen Korrekturen bis zum nonkonformistischen Umgang mit der Rechtschreibung: Der Vorwürfe waren viele. Längst gehört »Zettels Taum« in die Seminare der Germanisten.

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