Neue Termine

19. Mai 2011, 10.07 Uhr | Giesbert Damaschke

Für den Juni sind drei neue Termine zu melden:

  • 16.6.: Präsentation von „Zettel’s Traum“ in der Kunsthalle Darmstadt. Beginn: 19.00 Uhr.
  • 18.6.: Seelandschaft mit Pocahontas (Hörspiel), Deutschlandfunk 20.05 Uhr.
  • 19.6.: Schwarze Spiegel – Eberhard Schlotter und Arno Schmidt. Vortrag von Peter Joch, Kunsthalle Darmstadt. Beginn: 13.00 Uhr.

Wie Walter Kempowski einmal etwas Freundliches zu Arno Schmidt sagen wollte

18. Mai 2011, 10.34 Uhr | Giesbert Damaschke

Von 1997 bis 1999 schrieb Walter Kempowski kleine Autorenporträts für die „Welt am Sonntag“. Diese kurzen Stücke sind nun unter dem Titel „Umgang mit Größen“ bei Knaus für 19,99 Euro erschienen (Amazon-Link). In der FAZ rezensiert Kai Sina das Buch und zitiert dabei auch folgende Passage:

Die „zurückhaltende Gewalttätigkeit“ eines Arno Schmidt erfuhr Kempowski dagegen am eigenen Leib: „Gott, wie hat er mich abfahren lassen, und ich wollte ihm doch nur etwas Freundliches sagen.“

Neue Bücher

16. Mai 2011, 11.35 Uhr | Giesbert Damaschke

Friedhelm Rathjen weist in der ASml auf diverse Buchankündigungen zu Arno Schmidt hin, die ich hier mal in chronologischer Reihenfolge aufliste:

  • Josef Huerkamp: „Die große Kartei“. Enzyklopädie zu Arno Schmidt: Das steinerne Herz. Angekündigt für Mai 2011, ca. 920 Seiten, ca. 80 Euro. Sonderlieferung des Bargfelder Boten.
  • Arno Schmidt als Fotograf. Entwicklung eines Bildbewusstseins. Ausstellungs-Begleitbuch im Verlag Hatje Cantz. Hg. v. Janos Frecot. Angekündigt für September 2011, ca. 160 Seiten mit 80 farbigen Abbildungen, ca. 30 Euro.
  • Arno Schmidt in Hamburg. Hg. von Joachim Kersten. Eine Edition der Arno Schmidt Stiftung bei Hoffmann & Campe. Angekündigt für den 16. September 2011, ca. 208 Seiten, ca. 22 Euro. Erscheint gleichzeitig als Hörbuch für knapp 20 Euro.
  • Josef Huerkamp: Toreutische Arbeit. Der „Zitatismus“ in Arno Schmidts historischem Roman: Das steinerne Herz. Sonderlieferung des Bargfelder Boten. Angekündigt für Oktober 2011 als Ergänzung zum voluminösen Kommentar des Autors, ca. 140 Seiten, ca. 20 Euro.
  • »Wu Hi?« – Arno Schmidt in Görlitz, Lauban, Greiffenberg. Hg. v. Jan Philipp Reemtsma und Bernd Rauschenbach. Suhrkamp Taschenbuch 4296 (erstmals Haffmans 1986). Angekündigt für den 14. November 2011, ca. 8 Euro.

Schlimmer als Arno Schmidt

14. Mai 2011, 20.40 Uhr | Giesbert Damaschke

Schlimmer als Arno Schmidt ist nur noch Paul Wühr. Ich fürchte, ich werde aufgeben mit der Wührlektüre (etwas, das ich nur ganz selten tue) – dafür, zur Buße, lese ich einen von den drei empfohlenen Arno Schmidts (habe ich, glaube ich, damals nicht gelesen, mindestens Trommler beim Zaren kommt mir unbekannt vor).

Matthias Zschokke, Lieber Nils

Arno Schmidt in Frankreich

9. Mai 2011, 13.31 Uhr | Giesbert Damaschke

In der aktuellen Ausgabe von „La Sœur de L’Ange“ finde sich ein „Cahier Arno Schmidt“ mit folgenden Beiträgen:

  • Michel Host: «Le Grand Arno» dans le siècle inique 185
  • Eric Chevillard: L’homme est bizarre, Schmidt surtout 195
  • Friedhelm Rathjen: Arno Schmidt et la modernité internationale 198
  • Sylvie Martigny et Jean-Hubert Gaillot: Arno Schmidt en France (entretien avec Michel Host) 206

(via Susanne Fischer)

Nachtrag: Friedhelm Rathjen gibt weitere Informationen: Die Seitenzahlen haben sich beim Druck noch einmal geändert, der Inhalt bleibt aber gleich. Das Heft kostet 20 Euro. ISBN: 978-2-7056-8057-2.

Tagebuch 1956 & Schmidt als Sänger

26. April 2011, 9.19 Uhr | Giesbert Damaschke

Die Edition der Tagebücher Alice Schmidts geht weiter: die Suhrkamp-Verlagsvorschau kündigt für Oktober das „Tagebuch 1956“ an. Mit ca. 180 Seiten fällt es allerdings deutlich dünner aus. Grund: ein Streit zwischen Arno und Alice Schmidt führte dazu, dass das Tagebuch im Juli abgebrochen wurde. Kostenpunkt: knapp 25 Euro.

* * *

In der Taz müht sich Gerhard Henschel, ein kleines Witzchen über angebliche Gesangsaufnahmen Arno Schmidts als Parodie auf die Foto- und andere Nachlassbände auf Artikellänge auszudehnen: Troubadour der Heide Entdeckung des Jahres: Der heimliche Kammersänger Arno Schmidt.

Unser Lautester zu Arno Schmidt [Update]

24. April 2011, 22.44 Uhr | Giesbert Damaschke

In der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ vom 24. April findet sich auf S. 26 Marcel Reich-Ranickis Antwort auf die Frage, ob Arno Schmidt nun ein Scharlatan oder ein großer Schriftsteller gewesen sei. Ich habe mir die FAS nicht gekauft, und war auch nicht bereit, für die Online-Version zwei Euro zu bezahlen. Aber das musste ich auch nicht, denn Karl H. Brücher hat Reich-Ranickis Antwort für die ASml dankenswerterweise zusammengefasst:

Was antwortet er? Nein, ein Scharlatan sei AS nicht gewesen, sondern ein akribischer und systematischer Schreiber, und ein „großer“ Schriftsteller – ? tja, vielleicht sei er das mal gewesen, doch heute nur noch kurios und antiquiert; wahrscheinlich ist AS genau so antiquiert wie MRRs Kenntnisse über Schmidts Biografie: er lässt ihn doch tatsächlich immer noch in Breslau Mathe und Astronomie studieren.

Update 26.4.: Der Artikel ist jetzt frei zugänglich: Die Avantgarde altert rasch.

Vortrag zu Wilhelm Michels und Arno Schmidt

19. April 2011, 15.19 Uhr | Giesbert Damaschke

Am 29. Mai findet in Hessen der „Tag der Literatur“ statt, in dessen Rahmen Ingrid Berg einen Vortrag zum Thema „Arno Schmidt, Wilhelm Michels und die Waldschule Schönberg“ halten wird. Und zwar von 19.30 Uhr bis 21 Uhr bei freiem Eintritt. Ort: Stadthalle Kronberg. Weitere Informationen finden sich hier.

Interpretationen zu den „Ländlichen Erzählungen“

18. April 2011, 13.03 Uhr | Giesbert Damaschke

Für Mai 2011 ist ein neuer Band der GASL-Schriftenreihe angekündigt:

Ulrich Goerdten: Arno Schmidts „Ländliche Erzählungen“. Sechs Interpretationen . Schriftenreihe der Gesellschaft der Arno-Schmidt-Leser Band 9. 2011. 165 Seiten. Wiesenbach: Bangert & Metzler, Wiesenbach. ISBN 978-3-924147-63-1.

Der Band enthält Interpretationen zu  „Windmühlen“, „Kühe in Halbtrauer“, „Kundisches Geschirr“ und „Der Sonn’ entgegen …..“, sowie die Aufsätze „Zu Arno Schmidts Schreibtechnik in den ‚Ländlichen Erzählungen‘“ und „Psychoanalyse bei Arno Schmidt und Eberhard Schlotter“. Ein „Epilog“ gibt einen mit Rück- und Ausblick auf die Arno-Schmidt-Forschung. Der Band kostet 24,80 Euro, GASL-Mitglieder bekommen ihn etwas billiger.

Zeichensetzung bei Arno Schmidt

5. April 2011, 16.48 Uhr | Giesbert Damaschke

An der Humboldt-Universität Berlin findet im SS 2011 eine Ringvorlesung zum Thema „Poesie der Zeichensetzung“ statt. Da darf Schmidt natürlich nicht fehlen. Und er fehlt auch nicht: Am 14. Juni spricht Erhard Schütz von 18 bis 20 Uhr über „Zeichensetzung bei Arno Schmidt“. Veranstaltungsort ist das Universitätsgebäude am Hegelplatz (Dorotheenstraße 24), Raum 1.101.