Beiträge zu Heinrich Albert Oppermann

25. Dezember 2012, 14.49 Uhr | Giesbert Damaschke

Ein Buch aus dem Umfeld ist anzuzeigen:

H. Joachim Kusserow, Guido Erol Öztanil (Hg.): „Mit stahlscharfer Klinge“. Beiträge zu Heinrich Albert Oppermann. Wehrhan, Hannover 2012. 256 Seiten. ISBN 978-3-86525-318-7. 25,00 Euro.

Inhalt:

  • Karl Braun: Erinnerungen an Heinrich Albert Oppermann
  • Nicolas Rügge: Oppermann und Stüve. Zwei hannoversche Juristen in revolutionären Zeiten
  • Eugen Kotte: Zwischen Biographie, Historiographie und Fiktion. Die Darstellung des Vormärz und der Revolutionen von 1848 in Heinrich Albert Oppermanns Roman Hundert Jahre
  • H. Joachim Kusserow: Oppermanns Wirken in Nienburg für die Deutsche Schillerstiftung von 1859
  • Martin Lowsky: Johann Friedrich Ruthe. Deserteur und Vagabund im Königreich Westphalen, Gelehrter in Berlin
  • Guido Erol Öztanil: Wolkenbilder, Nebelbilder, Filmbilder. Zum Zusammenhang von Eisenbahnreise und visuellen Medien in einem Kapitel der Hundert Jahre
  • Bernd Ulrich Hucker: Heraldisches in Heinrich Albert Oppermanns Hundert Jahre
  • Michael Schmidt: Henriette von Bissing und die Nienburger Dilettantenkultur zur Zeit Oppermanns
  • Sabine Kempf: „Wie Pilze schossen überall die Vereine aus dem Boden …“. Die Rolle der gemäßigt liberalen Vertreter bei den Wahlen zur Ständeversammlung im Königreich Hannover 1848–1866
  • Hans-Otto Schneegluth: Das „Mundsche Haus“ in Nienburg. Der Ort, an dem Heinrich Albert Oppermann seinen Roman Hundert Jahre verfasste

 

Die Werkgruppe I demnächst wieder als Studienausgabe

11. Dezember 2012, 17.05 Uhr | Giesbert Damaschke

BA I StudienausgabeDie preiswerte Studienausgabe der Werkgruppe I soll demächst neu aufgelegt werden, nämlich am 11. März 2013. Falls die Welt bis dahin nicht unter- und Suhrkamp nicht den Bach runter gegangen ist. Die vier Bände der Werkgruppe I werden auf acht Taschenbücher verteilt, die gesamte Kassette soll es für recht günstige 48 Euro geben. Das ist einerseits erfreulich, andererseits ist es auch ein wenig schade, dass sich Verlag und Stiftung anscheinend nicht dazu haben durchringen können, die vierbändige Taschenbuchausgabe der Werkgruppe I erneut aufzulegen. Die gefiel mir immer besser.

Bargfelder Bote, Lieferungen 341 bis 359

10. Dezember 2012, 14.07 Uhr | Giesbert Damaschke

Der arbeitsbedingten Pause hier im Blog fielen unter anderem auch Hinweise auf die Bargfelder Boten der letzten Zeit zum Opfer. Wenn ich das richtig sehe, stammt der letzte Hinweis vom April 2011 (!) und vermeldet das Erscheinen der Lieferung 339/340. Seither sind natürlich jede Menge weiterer Lieferungen erschienen. Leider habe ich nicht zu allen Lieferungen alle Daten, aber sei’s drum:

Lieferung 341–342 (Jnui 2011)

  • Zum 3. Juni 2011
  • Jens Rusch: AS oder *es*
  • Timm Menke: „. mittelmäßig“: Arno Schmidts Text zu Eberhard Schlotter: „Das zweite Programm“
  • Abb.: Der Bokeler Fernsehturm
  • Winand Herzog: „Hansen’s KaddofflMiete“ oder Auf der Suche nach dem empirischen Venusglied. Ein literarisches Perihelion
  • In letzter Zeit ist erschienen …

Lieferung 343–344 (August 2011)

  • Ulrich Klappstein: „GLOP war gut!“ Ein Wortzauber in Arno Schmidts Roman „Brand’s Haide“
  • Kurt Jauslin: Einspruch, Euer Ehren
  • Marius Fränzel: Schmidt am Freitisch. Rezension Uwe Timm: Freitisch
  • Martin Lowsky: Die vielen Dinge, die Ästhetik – und die Ordnung im Kopf.
  • Rezensionen von Kurt Jauslin, Klaus Straßburger, Hartmut Vollmer
  • Friedhelm Rathjen: Palm- und Feigenblätter (Hinweis auf Karl Gerok)
  • Gehört, gelesen, zitiert
  • Bibliographie

Lieferung 345–346 (Oktober 2011)

  • Reifeprüfung an der Oberrealschule Görlitz 1933. Prüflinge und Berufswünsche
  • Rudi Schweikert: Alles nach Plan: „Kabine 28!“. Materialien zur London-Reise von Arno und Alice Schmidt im August 1938
  • Bernd Kortländer: Arno Schmidts Bewerbung um den Düsseldorfer Immermann-Preis 1948
  • Hannoversche Buchstunde 1957/58
  • Gotthelf Schlotter: Begegnung mit Arno Schmidt
  • Arno Schmidt: Brief an Eve Winer
  • Gehört, gelesen, zitiert
  • In letzter Zeit ist erschienen und zu unserer Kenntnis gelangt

Lieferung 347

  • Alexander Kluge: Vier Geschichten über Arno Schmidt
  • Jörg Drews: Stücke aus seiner Biografie. Bargfelder Besuchsprotokoll 1967 – ein Auszug
  • Kurt Jauslin: Im Untergrund der Wörter (Rez. Goerdten)
  • Uwe Schwagmeier: Sealed books? (Rez. Cooper/Hein)
  • Friedhelm Rathjen: „Aber hallo!“ (Rez. „Arno Schmidt in Hamburg“)

Lieferung 348-349

  • Winand Herzog: „ICH, der Brennen Kaltblütigster“ oder Wie kommt das Zitat in den Text?
  • Rudi Schweikert: „Wacht auf ihr Schläfer“. Kleiner Nachtrag zu Alice Schmidts Bericht von der London-Reise 1938
  • Zitate, Bibliografie

Lieferung 350

  • Håkan Anderson: Hermann Reiter in Bargfeld 1961 (aus dem Roman „Den vita väggen“)
  • Günter Grass/Janos Frecot/Bernd Rauschenbach: Lübecker Gespräch über Arno Schmidt
  • Axel Dunker: „Dass der Arno Schmidt ein Mensch war, der zu Panik neigte“
  • Gespräch mit Peter Kurzeck
  • Winand Herzog: „Oh Vorsicht=vorsicht jetzt“
  • Rezensionen, Zitate, Bibliografie

Lieferung 351–353 (Juni 2012)

  • Sören Brandes: Schneise in die Anderswelt. Arno Schmidts Gedicht „Der goldgetränkte Himmel über mir“
  • Ulrich Klappstein: „Am Grunde des Luftozeans“. Zur näheren Bestimmung des Phantastischen in Arno Schmidts „Abend mit Goldrand“
  • Ulrich Klappstein: Schmidts Katzen jagen die graue Maus (Rez. „Arno Schmidt und die Antike“)
  • Gehört, gelesen, zitiert (Oppermann an Gutzkow; Heidenreich über Großmeister des Zettelkastens)
  • In letzter Zeit ist erschienen …

Lieferung 354–356 (August 2012)

  • Michael Töteberg: »Das ist ein genialischer Mann mit tausend Unarten«. Ein Blick in Verlagsinterna: Gutachten, Aktennotizen und Briefdurchschläge im Rowohlt-Archiv
  • Gerd Schubert: Neuer Fund zu Johann Gottfried Schnabels Sterbedatum. Arno Schmidts »Recherchen« zum Autor der »Insel Felsenburg« hatten 50 Jahre Bestand
  • In letzter Zeit ist erschienen …

Lieferung 357–358 (Oktober 2012)

  • Rudi Schweikert über Zschokke als Quelle für „Geschichte auf dem Rücken erzählt“ und „Todesstrafe bei Sonnenschein“
  • Reinhard Finke: Laterne, Sonne, Mond und Sterne in „Der Sonn’ entgegen …“.

Lieferung 359 (Dezember 2012)

  • Rudi Schweikert: Düsterhenn, ein Anti-Süsterhenn. Über einige zeitgeschichtliche Echos in Arno Schmidts Erzählung „Caliban über Setebos“
  • Dietmar Noering: Ich bin ja ein Dichter, ein Zustandsverachter [Rezension Klappstein, „Nordlichter“]
  • Gehört, gelesen, zitiert [Fundstücke von Ludwig Harig und Siegfried Frieseke]
  • In letzter Zeit ist erschienen und zu unserer Kenntnis gelangt

4,3 Prozent

7. Dezember 2012, 3.24 Uhr | Giesbert Damaschke

In einer nicht-repräsentativen Umfrage des NDR zu den „beliebtesten Büchern des Nordens“ kam „Kaff“ mit 4,3 % nach „Buddenbrooks“ (12,1 %), „Schimmelreiter“ (7,1 %), „Im Westen nichts Neues“ (6,1 %) und „Tadellöser & Wolff“ (5,9 %) auf einen erstaunlichen fünften Platz.

(Hinweis von Friedhelm Rathjen)

Eine Art Arno-Schmidt-Ersatz

29. November 2012, 16.19 Uhr | Giesbert Damaschke

In der Zeit rezensiert Alexander Cammann unter der Überschrift „Eine Art Hauptstadtersatz“ Hans Werner Richters Tagebücher 1966–1972 und Helmut Böttigers Buch zur Gruppe 47. Zu Beginn malt er sich aus, ob es heute ein Pendant zur Gruppe 47 geben könnte (Antwort: Nein). Dabei besetzt er das bekannte Personal mit heutigen Autoren: Burkhard Spinnen statt Hans Werner Richter, Daniel Kehlmann statt Günter Grass, Clemens J. Setz statt Peter Handke und so weiter. Und dann dies:

Martin Mosebach, der eigenwillige Solitär, lehnt die Einladung ab und fragt ironisch: »Muss man bei der Gruppe 97 auch singen, oder braucht man nur nackt vorzulesen?«

Martin Mosebach als Arno Schmidt? Was nicht gar.

(Hinweis von Ernst Schlagenhauf)

Jan Philipp Reemtsma zum 60. [Update]

26. November 2012, 11.47 Uhr | Giesbert Damaschke

Heute wird Jan Philipp Reemtsma 60. Eine kleine Linkliste:

(27.11: Link zum Hamburger Abendblatt wg. Bezahlschranke entfernt, neue Links aufgenommen.)

Der Zorn Gottes

2. August 2012, 23.27 Uhr | Giesbert Damaschke

Cover der spanischen Ausgabe von Nobodaddy Kinder „Anfang des Jahres“, so informiert Bernd Rauschenbach die ASml, „ist im spanischen Verlag Debolsillo ‚Los hijos de Nobodaddy‘ erschienen – und vor ein paar Tagen erhielten wir das Belegexemplar für die DRITTE Auflage!!“

Auslöser für „den Alle überraschenden Erfolg“ war eine Rezension von Juan Goytisolo in „El Pais“ vom 26. Mai 2012, der die Übersetzung als „Das literarische Ereignis 2012“ feierte.

Michael Meinert wies darauf hin, dass die recht ausführliche Besprechung online verfügbar ist: Así suena la cólera de Dios. Ich kann nun leider kein Spanisch, aber laut Google Translate heißt das: „Das klingt wie der Zorn Gottes“. Und das passt ja sehr gut.

Das war natürlich was ganz besonderes

22. Mai 2012, 22.49 Uhr | Giesbert Damaschke

Arno Schmidts Drachen für Helmut Neises

In Alice Schmidts  „Tagebuch aus dem Jahr 1954“ findet sich auf S. 295 eine Fotografie, auf der man Arno Schmidt sieht, wie er einen Drachen steigen lässt. Den Hintergrund zu diesem (im TB-Band nicht kommentierten Foto) erzählt Helmut Neises, Sohn der Familie Neises, bei denen die Schmidts von 1951 bis 1955 zwei Zimmer bewohnten, in einem SWR-Beitrag vom 21. Mai über die „Kirchstraße in Kastel-Staadt“ ab 6:44:

Herr Schmidt war ja nicht direkt der kinderfreundliche Mann gewesen. Und deswegen einmal schon ne Überraschung gewesen, wie er ankam und sagt, er hätte mir einen Drachen gebastelt, er würde ihn mir schenken, und hat ihn auch selbst ausprobiert mit mir hinterm Haus. Das war natürlich was ganz besonderes, woran man eigentlich nicht dachte.

Der Beitrag zu Schmidt beginnt bei 5:40. Der Link wird wohl leider nicht allzulange gültig bleiben, da die ARD Beiträge aus der Mediathek in regelmäßigen Abständen löscht bzw. löschen muss, die Datei lässt sich aber lokal speichern.

Zwei Briefe und eine Postkarte Arno Schmidts

6. Mai 2012, 15.36 Uhr | Giesbert Damaschke

Im Katalog Literatur des Autographenhauses Stargardt finden sich als Posten 243 zwei Briefe und eine Postkarte Arno Schmidts an „den Gymnasiallehrer Günter Waldmann in Moers, der seine Schüler mit Schmidts Werk bekannt machen wollte“. Die Briefe sind vom 28. Juni 1955 und vom 6. März 1956, die Postkarte vom 19. November 1956. Briefe und Postkarten werden im Katalog (teilweise) transkribiert, Der Brief vom 6. März 1956 als Faksimile abgebildet. Kostenpunkt: 2.000 Euro, mit dem Vermerk: „Autographen von Arno Schmidt sind sehr selten im Handel“.

Der Katalog steht als PDF-Datei bereit.

2 Vorankündigungen

26. April 2012, 16.10 Uhr | Giesbert Damaschke

Für Mai/Juni bzw. Frühjahr 2012 kündigt Aisthesis an:

Ulrich Klappstein: ›Nordlichter‹
Theodor Däubler im Werk Arno Schmidts. Aisthesis 2012. ISBN 978-3-89528-926-2. Ca. 120 Seiten. 19,80 Euro.

Georges Felten: Explosionen auf weiter Flur
Narration, Deskription und ihre ästhetisch-politischen Implikationen in zwei Texten von Arno Schmidt und Peter Weiss. Aisthesis 2012. ISBN 978-3-89528-921-7. Ca. 620 Seiten. 48,00 Euro.