Was kommt und was nicht

19. Januar 2015, 20.00 Uhr | Giesbert Damaschke

Bernd Rauschenbach hat in der ASml einmal einen „Blick in die Kristall­kugel“ getan und verraten, was in Sachen Arno Schmidt in diesem Jahr zu erwarten ist – und was eher nicht. Alles natürlich cum grano salis, denn libelli habent bekanntlich fata sua:

  • Biographie: Rauschenbach hat die Arbeit an seiner AS-Biographie „seit gut zwei Jahren“ eingestellt. Dafür wird aber ein anderer Autor in einem anderen Verlag eine Biographie herausbringen. Für Details warten wir jetzt auf die offizielle Verlautbarung des anderen Verlags.
  • Bargfeld Nr. 37: Der im Oktober 2013 für März 2014  angekündigte biographische Band wird nicht erscheinen.
  • Bildbiographie: An die Stelle von „Bargfeld Nr. 37“ ist eine Bildbiographie getreten, die 2016 erscheinen soll. Herausgeberin ist Fanny Esterhazy.
  • Briefwechsel mit Hans Wollschläger: Ebenfalls auf der Todo-Liste der Stiftung steht nach wie vor der Briefwechsel zwischen Arno Schmidt und Hans Wollschläger. Ein Erscheinungsdatum kann allerdings noch nicht genannt werden.
  • Schmidts Übersetzungen: Die Stiftung hat ein lange beklagtes Desideratum in Angriff genommen: die Neuauflage/Herausgabe der von Schmidt übersetzten Werke. Den Anfang macht Bulwer-Lyttons Romanklotz „Was wird er damit machen?“, der voraussichtlich im Herbst 2015 als erster Band der geplanten Reihe „Ausgewählte Übersetzungen Arno Schmidts in Einzelbänden“ erscheinen soll. Herausgeber ist Bernd Rauschenbach. Erstmals werden dann auch „die Typoskript-Marginalien Schmidts veröffentlicht, in denen er seiner ‚ersten Leserin‘ Alice Schmidt kurze Sach-Kommentare und Erläuterungen zu Übersetzungsproblemen gibt.“
  • Briefwechsel mit Krawehl: Der Briefwechsel zwischen Arno Schmidt und seinem Lektor Ernst Krawehl umfasst sage und schreibe 18 Ordner. An einer Auswahl aus diesem Briefwechsel wird gearbeitet, ein Erscheinungsdatum kann natürlich noch nicht genannt werden.
  • Die Zettel zur „Julia“: Aktuell arbeitet Susanne Fischer an der Edition der Zettel zur „Julia“. Den Inhalt von Zettel 329 teilte sie bereits bei Facebook mit: „Der Terror sagt zum Mord ›Brüderchen‹, und der giebt den Gruß weiter a d Krieg“.
  • Alice Schmidts Tagebücher: Die Arbeit an den Tagebüchern von Alice Schmidt geht ebenfalls weiter, als nächstes kommen „wahrscheinlich die Jahre 1948–1950“.

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3 Kommentare zu Was kommt und was nicht

Andre
15. Februar 2015, um 16:18

Da klickt man aus alter Gewohnheit doch wieder einmal auf die seit längerem schweigsamen „ASml-News“ und sieht sich unerwartet einer ganzen Fülle von Informationen ausgesetzt. Schön, dass es hier weiter geht! (Zumal ich mich bei der ASml abgemeldet habe: die Leute dort sind mir einfach zu anstrengend. (Nur die Statements der Stiftung vermisse ich ein wenig (die auf Blog und facebook ruhig ein wenig informativer agieren könnte).)

ASml-News | „Was wird er damit machen?“ kommt zur Buchmesse
30. April 2015, um 13:21

[…] Arno Schmidt Stiftung lässt der Ankündigung Taten folgen: Zur Buchmesse im Herbst soll Schmidts Übersetzung von Bulwer-Lyttons What will he do […]

ASml-News | Die Bildbiographie im Werden
22. Februar 2016, um 20:24

[…] Anfang 2015 angekündigte „Bildbiographie“ wächst und gedeiht. Das jedenfalls legt ein Foto nah, dass die Stiftung bei Facebook gepostet hat […]

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