Briefregister, Update

23. März 2016, 19.53 Uhr | Giesbert Damaschke

Schneller als gedacht hat das Briefregister zugelegt (nicht zuletzt dank Friedhelm Rathjen und Andreas Weigel, die mir ihre Funde mitgeteilt haben). Aktueller Stand: 731 Briefe.

Ich bin erstaunt und erfreut, wie schnell das Register aus einer beiläufigen Idee und probeweisen Umsetzung zu einem fast schon nützlichen Nachschlagewerk geworden ist, das immerhin einige Eckdaten festklopft. Das hatte ich so nicht erwartet.

Das Wachstum des Registers habe ich zum Anlass genommen, das Layout etwas zu überarbeiten und Informationen zum aktuellen Bestand und der letzten Bearbeitung einzufügen. Ich muss das „bei Gelegenheit“ noch mal durchgehen, um zu vermerken, ob ein Eintrag auf einen kompletten Abdruck, ein Faksimile, einen Auszug oder gar nur einer Datumsnennung verweist (das habe ich zu Beginn leider vernachlässigt).

Aktuell wird das Register immer noch als simple chronologische Liste ausgegeben, das müsste ich auch mal verbessern. Aber dazu habe ich leider keine Zeit, also ist es halt so, wie es ist: Besser als nix.

„mein bisher (und für immer) umfangreichstes Stück“

19. März 2016, 20.13 Uhr | Giesbert Damaschke

Da hat er sich aber ziemlich verschätzt:

Das 'Steinerne Herz' […] wird mein bisher (und für immer!) umfangreichstes Stück sein […].

Arno Schmidt an Günter Waldmann, 6. März 1956; zitiert nach dem Katalog Literatur 2012 der Autographenhandlung Stargardt.

Briefwechsel Arno Schmidt / Hans Wollschläger

7. März 2016, 13.03 Uhr | Giesbert Damaschke

Aus dem Blog der Arno Schmidt Stiftung:

Briefwechsel Arno Schmidt und Hans Wollschläger
Neuer Herausgeber des umfangreichen Briefwechsels zwischen Arno Schmidt und Hans Wollschläger ist der Germanist Dr. Giesbert Damaschke. Der Band soll im Herbst 2018 erscheinen.
7. März 2016

Telllingstedt und der Weg dorthin

28. Februar 2016, 10.46 Uhr | Giesbert Damaschke

Für die Leipziger Buchmesse im März ist angekündigt:

Tellingstedt & der Weg dorthin.
Texte und Materialien zu Arno Schmidts „Die Schule der Atheisten“. Herausgegeben von Ulrich Klappstein und Heiko Thomsen; Textredaktion: Michael Meinert. 544 Seiten mit ca. 150 meist farbigen Abbildungen. Dresden: Neisse, 2016.

Das Buch wird in drei verschiedenen Ausgaben erscheinen. Die Leinenausgabe mit Farb- und Schwarzweißbildern soll 58,00 Euro, die kartonierte Ausgabe 48,00 Euro und die Studienausgabe (kartoniert, aber lediglich schwarzweiße Abbildungen) 28,00 Euro kosten. (Die kartonierten Ausgaben sollen laut Verlag bereites im Handel sein.)

Ausführliche Informationen gibt es beim Verlag und bei Facebook (die Seite sollte ohne Anmeldung abzurufen sein).

Die Bildbiographie im Werden

22. Februar 2016, 20.24 Uhr | Giesbert Damaschke

Die Anfang 2015 angekündigte „Bildbiographie“ wächst und gedeiht. Das jedenfalls legt ein Foto nah, dass die Stiftung bei Facebook gepostet hat (und das ich einfach mal stibitze):

Bögen der Bildbiographie Arno Scmidt, Foto der Arno Schmidt Stiftung

Der Garten der Lüste

20. Februar 2016, 16.11 Uhr | Giesbert Damaschke

Hieronymus Bosch berühmtes Tryptichon „Der Garten der Lüste“ – das bekanntlich in „Abend mit Goldrand“ eine große Rolle spielt – kann auf einer wundervollen Website ausführlich erkundet werden. Die Site präsentiert das Gemälde mit zahlreichen Erläuterungen und bietet einen stufenlosen Zoom bis herunter zur Struktur der Farben.

Briefregister Arno Schmidt

20. Februar 2016, 15.53 Uhr | Giesbert Damaschke

Ich habe damit begonnen, die Site um ein Briefregister Arno Schmidt zu erweitern. Ziel ist es, alle publizierten Briefe Arno Schmidts zu verzeichnen. Aktuell wird das Register als simple, chronologisch sortierte Liste ausgegeben. Zu einem späteren Zeitpunkt wird es möglich sein, die Liste zu filtern und nach anderen Kriterien zu sortieren. Wer den Datenbestand nach Excel & Co übernehmen möchte, kann ihn sich auch im CSV-Format anzeigen lassen.

BB 387–388; 391–398

8. Februar 2016, 23.20 Uhr | Giesbert Damaschke

Seufz. Seitdem ich mein Abo des BB gecancelt habe, komme ich der Chronistenpflicht in Sachen „Bargfelder Bote“ auch nur eher schleppend nach. Diese Ausgaben sind in der letzten Zeit – ein angenehm dehnbarer Begriff – erschienen und hier noch nicht vermeldet worden (falls sich jemand wundert (was ich bezweifle – das liest hier eh niemand): das Erscheinen der  Lfg. 389/390 hatte ich notiert). Die Daten stammen aus dem entsprechenden PDF  der edition text+kritik; einen doofen Fehler, der mir zufällig auffiel  – einfaches Anführungszeichen statt Apostroph – habe ich korrigiert. Leider verrät die Website der edition text+kritik nicht, wann eine Lieferung erschien (oder ich bin zu ungeduldig, das rauszupulen). Anyway – here we go:

BB 387–388

  • Thomas Körber: Hans Wollschläger in memoriam
  • Robert Becker: Arno Schmidts Plagiatsvorwurf gegenüber Adalbert Stifter nebst Verweisen auf James Fenimore Cooper

BB 391–392

  • Rainer Barczaitis: Das Übersetzen, Arno Schmidt und Thomas Eichhorn. Eine Erwiderung
  • Susanne Lorenz: „Ämäss=äMätt, Ei läid her flätt“. Mehrsprachigkeit und ihre kulturellen Bedeutungsebenen in „Caliban über Setebos“. Mit einem Postskript von Friedhelm Rathjen
  • Zitate
  • Bibliografie

BB 393–394

  • Jan-Frederik Bandel: Schneeschieber für die kommende Eiszeit. Zum Komischen bei Arno Schmidt
  • Kai U. Jürgens: „Wir sìnd hier nich modern!“ Arno Schmidts „Schule der Atheisten“ als Science-Fiction-Roman
  • Reinhard Finke: Fritz ô Feral und seine Rauchzeichen in „Der Sonn’ entgegen ….“
  • Thomas Eichhorn: Kleine Kritik der unbewussten Theorie. Eine Antwort an Rainer Barczaitis
  • Zitate

BB 395–396

  • Reinhard Finke: Hieronymus Boschs „Garten der Lüste“ in Schmidts ‚MärchenPosse‘ „Abend mit Goldrand“. Bildbetrachtung, Bildbegehung, Bildzauber, Utopie
  • Günther Flemming: Ausflüge in die schöne Welt der Malerei (Rez. Klappstein)
  • Zitate
  • Bibliografie

BB 397–398

  • Tim König: „Zettel’s Traum“ und „Tel Quel“ im Kontrast
  • Gehört, gelesen, zitiert: Karl-Heinz Rofkar. Ein Viertel Mond (1958)
  • Günther Flemming: Was sie damit gemacht haben (Rez. Bulwer-Übersetzung)
  • Bibliografie

Neues zu „Pharos“

8. Februar 2016, 22.41 Uhr | Giesbert Damaschke

Günther Flemming hat sich einmal „Pharos“ vorgenommen:

Pharos oder von der späten Geburt des Schriftstellers Arno Schmidt: Eine literarisch-biografische Fantasie. Epubli, Berlin 2016. 394 Seiten. ISBN 978-3-7375-8740-2. Broschur. DIN A5. 28 Euro.

Aus der Ankündigung:

In dieser Studie wird der Hypothese nachgegangen, „Pharos“ markiere die Erprobung einer Schreibhaltung, mit der [Arno Schmidt] sich nach seinem 30. Lebensjahr („zu spät“) dem Lesepublikum zuwenden wollte. Die Erzählung war bei der Niederschrift nicht zur Veröffentlichung bestimmt, geriet erst mit der Aufarbeitung seiner Vergangenheit in den sechziger und siebziger Jahren wieder in seinen Blick und wurde schließlich, eingebettet in sein Spätwerk „Abend mit Goldrand“, doch noch von ihm selber publiziert.

Ausgehend von der Datierungsfrage wird die Erzählung in Zusammenhang mit den ‚Juvenilia‘ untersucht. Dabei wird der autobiografische Unterstrom heraus gearbeitet – ein Vorhaben, das durch das Fehlen einer Biografie erschwert ist (daher der Untertitel).

„Bottom’s Dream“ kommt

1. Februar 2016, 16.56 Uhr | Giesbert Damaschke

Es ist soweit: John E. Woods’ Übersetzung von „Zettel’s Traum“ kann subskribiert werden. „Bottom’s Dream“ wird bei Dalkey Archive Press erscheinen (wo es auch ein Interview mit dem Übersetzer gibt) in Ausstattung und Format der deutschen Ausgaben gleichen und für gerade einmal 70,00 Euro (!) zu haben sein. Das zumindest hat Hermann Wiedenroth in der Mailingliste ASml mitgeteilt. Auf den Webseiten des Verlags findet sich noch kein Hinweis, aber Interessenten können sich vertrauensvoll an Hermann Wiedenroth wenden, der das Buch bei Erscheinen versandkostenfrei ausliefern wird. An dieser Stelle sei ausnahmsweise einmal Werbung für Wiedenroths Versandbuchhandel und Antiquariat Das Bücherhaus gemacht: Ich kenne keinen Versandhändler, der Bücher derart liebevoll und sorgfältig verpackt. Anders als bei Amazon & Co kann man beruhigt davon ausgehen, dass ein Buch aus dem Bücherhaus wohlbehalten und intakt beim Käufer eintrifft.