Arno Schmidt in Hamburg

14. September 2011, 18.33 Uhr | Giesbert Damaschke

Das im Mai angekündigte Buch „Arno Schmidt in Hamburg“ ist erschienen. Der üppig bebilderte Band richet sich laut Herausgeber Joachim Kersten an „ein Publikum, das über die Person, eines Menschen Kinheit und Jugend, Zugang zu seinem Werk finden möchte“. Neue Texte finden sich praktisch nicht (das meiste kennt man bereits aus dem „Porträt einer Klasse“), aber dafür wimmelt es nur so von neuen Bildern & Dokumenten. Der sehr schön gestaltete Band kann jedem Schmidt-Leser bedenkenlos empfohlen werden.

Arno Schmidt in Hamburg. Hrsg. v. Joachim Kersten. Eine Edition der Arno Schmidt Stiftung. Mit zahlreichen, zum Teil farbigen Abbildungen und Faksimiles sowie zwei Plänen der Hamburger Stadtteile Hamm und Horn in den zwanziger Jahren auf den Innendeckeln. Bargfeld, Hamburg: Hoffmann und Campe 2011. 167 Seiten. ISBN 978-3-455-40345-9. 22,99 Euro.

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Hörspiele

13. August 2011, 22.20 Uhr | Giesbert Damaschke

Im Deutschlandradio Kultur wird das dreiteilige Hörspiel „Nobodaddy’s Kinder“ wiederholt. Einrichtung: Klaus Buhlert. Beginn jeweils 18.30 Uhr:

14. August: Aus dem Leben eines Fauns
21. August: Brand’s Haide
28. August: Schwarze Spiegel

Termine

30. Juli 2011, 22.35 Uhr | Giesbert Damaschke

Ich hatte völlig vergessen, auf die Fotoausstellung in Lübeck hinzuweisen. Was ich hiermit tue. Die Ausstellung wird im Günter Grass-Haus noch bis zum 2. Oktober gezeigt. Weitere Informationen finden sich hier.


Im Rahmen des Literaturfests Niedersachsen erfährt man von Susanne Fischer und Bernd Rauschenbach am 22. September etwas über „Die Sequoia von 4000 Jahren“ bzw. „Arno Schmidts Zeit-Begriff“. Dazu liest Friedhelm Ptok die „Tina“. Beginn: 19.30; Ort: Gutsscheune Rose in Bargfeld. Weitere Informationen gibt es hier.


Im November wird die Fotoausstellung in Arles zu sehen sein. Zur Eröffnung gibt es vom 9. bis 11. November ein Symposium zu Arno Schmidt als Fotograf und Schmidts Rezeption in Frankreich.

Übersetzungen und anderes

12. Juli 2011, 22.49 Uhr | Giesbert Damaschke

Eine Handvoll ungeordneter bibliographischer Notizen:

  • Ulrich Goerdten: Arno Schmidts „Ländliche Erzählungen“. Sechs Interpretationen. Wiesenbach: Bangert & Metzler, 2011. ISBN 978-3-924147-63-1.
  • Bargfelder Bote. Lfg. 341–343. Schwerpunkt: Arno Schmidt und Eberhard Schlotter.
  • Arno Schmidt: Meteoro de verano. 184 Seiten. ISBN 978-987-1739-12-7 (Argentinische Übersetzung von „Sommermetor“ und anderen Erzählungen; übersetzt von Gabriela Adamo).
  • Arno Schmidt: Trueque de llaves. („Schlüsseltausch“; übersetzt von Gabriela Adamo)
  • Arno Schmidt: Paesaggio lacustre con Pocahontas. ISBN: 978-88-95538-58-7. (Italienische Übersetzung von „Seelandschaft mit Pocahontas“; übersetzt von Dario Borso.)

Die Kunst im Fleischerhandwerk

9. Juli 2011, 19.21 Uhr | Giesbert Damaschke

Cover Die Kunst im Fleischerhandwerk

Dann hielt er Uns, erwartungsvoll den (auf jedn Fall reich=bebilderten) Band her : ? – […] ›DIE KUNST IM FLEISCHERHANDWERK. – ein Lehrbuch über die Anfertigung decorativer Arbeiten. Mit einem Anhang über rationelle RouladenFabrikation.‹; BERLIN, 1932.

Zettel’s Traum, S. 1253/1133; im Schaufenster eines Braunschweiger Antiquariats entdeckt und fotografiert von André Möller. (Facebook)

Schmidt als Stütze

9. Juli 2011, 15.10 Uhr | Giesbert Damaschke

Friedhelm Rathjen hat einen kuriosen Fund gemacht:

Buchstütze Arno Schmidt

Aus der Produktbeschreibung:

Die neuste Produktion dieser außergewöhnlichen Buchstützen wurde mit äußerst stabilem Holz, längeren Schrauben und polierter Edelstahlplatte bis ins Unkaputtbare gesteigert. […] Eine signierte und mit UV-Schutz versiegelte Buchstütze ist ca. 20-25 cm hoch.

„ein schwuler, gewalttätiger Alkoholiker“

4. Juli 2011, 14.22 Uhr | Giesbert Damaschke

Martin Walser hat einen neuen Roman geschrieben, in dem sich eine Hommage an Arno Schmidt ganz eigener Art zu finden scheint:

Percys Mutter lebte damals, als sie diesen Kainz aussichtslos liebte und ihm diese Briefe schrieb, mit einem Mann zusammen, der sich Arno Schmidt nannte: ein schwuler, gewalttätiger Alkoholiker, der eigentlich Hugo Schwillk hieß, aber die Werke Arno Schmidts bis zur völligen Anverwandlung bewunderte, auswendig zitierte, sein Leben danach ausrichtete.

(Volker Weidermann bei faz.net)

Denis Scheck sagt nichts

4. Juni 2011, 22.28 Uhr | Giesbert Damaschke

Im Fotospielchen „Sagen Sie jetzt nichts“ des SZ-Magazins hat Denis Scheck die Frage, was für ihn ein größerer Genuss wäre: „ein grandioses Buch oder ein grandioses Abendessen?“ mit „Zettel’s Traum“ beantwortet. Das Foto gibt es auch online, nämlich hier.

Eine Einführung in das Spätwerk Arno Schmidts

31. Mai 2011, 11.50 Uhr | Giesbert Damaschke

An der Uni Bonn hat Bernhard Sorg seinen Aufsatz „Leviathanische Tage ohne Goldrand: Eine Einführung in das Spätwerk Arno Schmidts“ in Form einer PDF-Datei (38 Seiten) als Lehrmaterial zur Verfügung gestellt:

Der Essay beruht auf dem Text einer Vorlesung zum Verhältnis moderner gnostischer Welt-Modelle und zeitgenössischer Literatur im Wintersemester 1999/2000 an der Universität Bonn. Ich habe jetzt manches komprimiert, manches ausführlicher dargelegt als es eine Vorlesung gestattet. An meinen grundsätzlichen Einschätzungen Arno Schmidts und seines Oeuvres hat sich in der Zwischenzeit nichts Wesentliches geändert.

Arno Schmidt: Collected Early Fiction 1949–1964

20. Mai 2011, 15.01 Uhr | Giesbert Damaschke

Der Schmidt-Bibliograph Karlheinz Müther teilt mit, dass die von John E. Woods besorgte Übersetzung neu aufgelegt wird:

Arno Schmidt: Collected Early Fiction 1949–1964. Translated by John E. Woods. Dalkey Archive Press. Champaign and London 2011.

Die Sammlung umfasst vier Bände, die Übersetzungen von „Enthymesis“, „Leviathan“, „Gadir“, „Alexander“, „Seelandschaft mit Pocahontas“, „Kosmas“, „Gelehrtenrepublik“, „Nobodaddy’s Kinder“ und vielen Kurzgeschichten bringt.