Die Kunst im Fleischerhandwerk

9. Juli 2011, 19.21 Uhr | Giesbert Damaschke

Cover Die Kunst im Fleischerhandwerk

Dann hielt er Uns, erwartungsvoll den (auf jedn Fall reich=bebilderten) Band her : ? – […] ›DIE KUNST IM FLEISCHERHANDWERK. – ein Lehrbuch über die Anfertigung decorativer Arbeiten. Mit einem Anhang über rationelle RouladenFabrikation.‹; BERLIN, 1932.

Zettel’s Traum, S. 1253/1133; im Schaufenster eines Braunschweiger Antiquariats entdeckt und fotografiert von André Möller. (Facebook)

Schmidt als Stütze

9. Juli 2011, 15.10 Uhr | Giesbert Damaschke

Friedhelm Rathjen hat einen kuriosen Fund gemacht:

Buchstütze Arno Schmidt

Aus der Produktbeschreibung:

Die neuste Produktion dieser außergewöhnlichen Buchstützen wurde mit äußerst stabilem Holz, längeren Schrauben und polierter Edelstahlplatte bis ins Unkaputtbare gesteigert. […] Eine signierte und mit UV-Schutz versiegelte Buchstütze ist ca. 20-25 cm hoch.

„ein schwuler, gewalttätiger Alkoholiker“

4. Juli 2011, 14.22 Uhr | Giesbert Damaschke

Martin Walser hat einen neuen Roman geschrieben, in dem sich eine Hommage an Arno Schmidt ganz eigener Art zu finden scheint:

Percys Mutter lebte damals, als sie diesen Kainz aussichtslos liebte und ihm diese Briefe schrieb, mit einem Mann zusammen, der sich Arno Schmidt nannte: ein schwuler, gewalttätiger Alkoholiker, der eigentlich Hugo Schwillk hieß, aber die Werke Arno Schmidts bis zur völligen Anverwandlung bewunderte, auswendig zitierte, sein Leben danach ausrichtete.

(Volker Weidermann bei faz.net)

Denis Scheck sagt nichts

4. Juni 2011, 22.28 Uhr | Giesbert Damaschke

Im Fotospielchen „Sagen Sie jetzt nichts“ des SZ-Magazins hat Denis Scheck die Frage, was für ihn ein größerer Genuss wäre: „ein grandioses Buch oder ein grandioses Abendessen?“ mit „Zettel’s Traum“ beantwortet. Das Foto gibt es auch online, nämlich hier.

Eine Einführung in das Spätwerk Arno Schmidts

31. Mai 2011, 11.50 Uhr | Giesbert Damaschke

An der Uni Bonn hat Bernhard Sorg seinen Aufsatz „Leviathanische Tage ohne Goldrand: Eine Einführung in das Spätwerk Arno Schmidts“ in Form einer PDF-Datei (38 Seiten) als Lehrmaterial zur Verfügung gestellt:

Der Essay beruht auf dem Text einer Vorlesung zum Verhältnis moderner gnostischer Welt-Modelle und zeitgenössischer Literatur im Wintersemester 1999/2000 an der Universität Bonn. Ich habe jetzt manches komprimiert, manches ausführlicher dargelegt als es eine Vorlesung gestattet. An meinen grundsätzlichen Einschätzungen Arno Schmidts und seines Oeuvres hat sich in der Zwischenzeit nichts Wesentliches geändert.

Arno Schmidt: Collected Early Fiction 1949–1964

20. Mai 2011, 15.01 Uhr | Giesbert Damaschke

Der Schmidt-Bibliograph Karlheinz Müther teilt mit, dass die von John E. Woods besorgte Übersetzung neu aufgelegt wird:

Arno Schmidt: Collected Early Fiction 1949–1964. Translated by John E. Woods. Dalkey Archive Press. Champaign and London 2011.

Die Sammlung umfasst vier Bände, die Übersetzungen von „Enthymesis“, „Leviathan“, „Gadir“, „Alexander“, „Seelandschaft mit Pocahontas“, „Kosmas“, „Gelehrtenrepublik“, „Nobodaddy’s Kinder“ und vielen Kurzgeschichten bringt.

Neue Termine

19. Mai 2011, 10.07 Uhr | Giesbert Damaschke

Für den Juni sind drei neue Termine zu melden:

  • 16.6.: Präsentation von „Zettel’s Traum“ in der Kunsthalle Darmstadt. Beginn: 19.00 Uhr.
  • 18.6.: Seelandschaft mit Pocahontas (Hörspiel), Deutschlandfunk 20.05 Uhr.
  • 19.6.: Schwarze Spiegel – Eberhard Schlotter und Arno Schmidt. Vortrag von Peter Joch, Kunsthalle Darmstadt. Beginn: 13.00 Uhr.

Wie Walter Kempowski einmal etwas Freundliches zu Arno Schmidt sagen wollte

18. Mai 2011, 10.34 Uhr | Giesbert Damaschke

Von 1997 bis 1999 schrieb Walter Kempowski kleine Autorenporträts für die „Welt am Sonntag“. Diese kurzen Stücke sind nun unter dem Titel „Umgang mit Größen“ bei Knaus für 19,99 Euro erschienen (Amazon-Link). In der FAZ rezensiert Kai Sina das Buch und zitiert dabei auch folgende Passage:

Die „zurückhaltende Gewalttätigkeit“ eines Arno Schmidt erfuhr Kempowski dagegen am eigenen Leib: „Gott, wie hat er mich abfahren lassen, und ich wollte ihm doch nur etwas Freundliches sagen.“

Neue Bücher

16. Mai 2011, 11.35 Uhr | Giesbert Damaschke

Friedhelm Rathjen weist in der ASml auf diverse Buchankündigungen zu Arno Schmidt hin, die ich hier mal in chronologischer Reihenfolge aufliste:

  • Josef Huerkamp: „Die große Kartei“. Enzyklopädie zu Arno Schmidt: Das steinerne Herz. Angekündigt für Mai 2011, ca. 920 Seiten, ca. 80 Euro. Sonderlieferung des Bargfelder Boten.
  • Arno Schmidt als Fotograf. Entwicklung eines Bildbewusstseins. Ausstellungs-Begleitbuch im Verlag Hatje Cantz. Hg. v. Janos Frecot. Angekündigt für September 2011, ca. 160 Seiten mit 80 farbigen Abbildungen, ca. 30 Euro.
  • Arno Schmidt in Hamburg. Hg. von Joachim Kersten. Eine Edition der Arno Schmidt Stiftung bei Hoffmann & Campe. Angekündigt für den 16. September 2011, ca. 208 Seiten, ca. 22 Euro. Erscheint gleichzeitig als Hörbuch für knapp 20 Euro.
  • Josef Huerkamp: Toreutische Arbeit. Der „Zitatismus“ in Arno Schmidts historischem Roman: Das steinerne Herz. Sonderlieferung des Bargfelder Boten. Angekündigt für Oktober 2011 als Ergänzung zum voluminösen Kommentar des Autors, ca. 140 Seiten, ca. 20 Euro.
  • »Wu Hi?« – Arno Schmidt in Görlitz, Lauban, Greiffenberg. Hg. v. Jan Philipp Reemtsma und Bernd Rauschenbach. Suhrkamp Taschenbuch 4296 (erstmals Haffmans 1986). Angekündigt für den 14. November 2011, ca. 8 Euro.

Schlimmer als Arno Schmidt

14. Mai 2011, 20.40 Uhr | Giesbert Damaschke

Schlimmer als Arno Schmidt ist nur noch Paul Wühr. Ich fürchte, ich werde aufgeben mit der Wührlektüre (etwas, das ich nur ganz selten tue) – dafür, zur Buße, lese ich einen von den drei empfohlenen Arno Schmidts (habe ich, glaube ich, damals nicht gelesen, mindestens Trommler beim Zaren kommt mir unbekannt vor).

Matthias Zschokke, Lieber Nils