Prantl empfiehlt Schmidt

1. Dezember 2013, 14.12 Uhr | Giesbert Damaschke

Mich selbst lässt das „Weimar“-Bändchen ja etwas ratlos zurück, aber das sehen andere natürlich anders. Heribert Prantl zum Beispiel, der es in der SZ vom 30.11./1.12. anstelle von DVDs zu Weihnachten empfiehlt, da es „ein so herrliches Büchlein“ sei, „dass man die DVDs mit US-Fernsehserien nicht“ vermisse.

Radiobeitrag: Arno Schmidt und die Medien

25. November 2013, 15.50 Uhr | Giesbert Damaschke

Am 17. Dezember bringt das Nachtstudio in Bayern 2 von 20.03 bis 21.00 Uhr einen Beitrag von Stefan Rieger:

Gespenstische Kommunikation
Arno Schmidt und die Medien

Arno Schmidt war ein Einzelgänger. Vom literarischen Betrieb hat er sich wie von Menschenansammlungen konsequent ferngehalten, nichts war ihm lieber als sein Leben in völliger Zurückgezogenheit. Das heißt aber noch lange nicht, dass Schmidt ein rückwärtsgewandter Technikverächter gewesen wäre, im Gegenteil. Arno Schmidt konnte sich gerade für Medien und ihre Technik sehr begeistern. Gleichzeitig hat er sich gerade in seinen letzten Lebensjahren sehr für paranormale Phänomene interessiert. Welches Verhältnis hatte Arno Schmidt zu den Medien, den technischen wie den paranormalen? Das zeigt Kulturwissenschaftler Stefan Rieger anhand von Arno Schmidts letztem Roman „Julia, oder die Gemälde“ – ein Roman, der Fragment geblieben ist.

Der Beitrag kann auch als Podcast geladen werden.

Arno Schmidt. Das große Lesebuch

24. November 2013, 13.08 Uhr | Giesbert Damaschke

Arno Schmidt Lesebuch CoverWenn ein Buch den Titel „Das große Lesebuch“ besitzt, dann erwartet man nicht unbedingt ein 440-Seiten-Taschenbuch. In diesem Fall hatte der Herausgeber wohl keine Wahl, handelt es sich doch um einen Reihentitel und also um ein Vorgabe des Verlags. Doch der Titel ist auch schon das einzige kleine Ärgernis des Arno-Schmidt-Lesebuchs, auf dessen Cover Arno Schmidt den Leser in ungewohnt entspannter Mimik anlächelt. Bernd Rauschenbach hat eine gelungene Auswahl zusammengestellt, die das gewaltiges Werk in seinen verschiedenen Facetten auf relativ engem Raum abbildet. Auf Kostenproben der „Juvenilia“ wurde dankenswerterweise verzichtet, das Spätwerk und die Funkessays fehlen wohl aus Platzgründen.

Die Anordnung der durchaus sehr unterschiedlichen Texte folgt dabei keiner chronologischen, sondern einer inhaltlichen Ordnung, wobei komplexe und den Einsteiger wohl eher ratlos zurücklassende Texte aus den „Ländlichen Erzählungen“ neben eingängigen Miniaturen aus den „Stürenburg-Geschichten“ stehen.

Die Sammlung gliedert sich in drei Abschnitte. Im ersten Teil finden sich sieben kürzere Texte wie „Verschobene Kontinente“ oder „Seltsame Tage“, aber auch die umfangreichere Erzählung „Pharos oder von der Macht der Dichter“ und vor allem das kunstvolle Kabinettstück „Tina oder über die Unsterblichkeit“.

Es folgen fünf Beispiele für Schmidts essayistisches Werk, darunter „Der Platz, an dem ich schreibe“ und die „Dankadresse zum Goethepreis 1973“.

Nach diesem eher behutsamen Einstieg in den erzählerischen Kosmos Arno Schmidts geht der dritte Teil (der mit  rund 280 Seiten mehr als die Hälfte des Lesebuchs füllt) in die Vollen. Hier finden sich zwar auch, wohl zur Auflockerung, eingängige, kurze Texte wie „Trommler beim Zaren“, „Was soll ich tun“ oder „Die Wasserlilie“, aber es überwiegen die längeren und deutlich komplexeren Erzählungen wie „Schwarze Spiegel“, „Enthymesis oder W.I.E.H.“, „Seelandschaft mit Pocahontas“ und „Goethe und Einer seiner Bewunderer“. Mit „Kühe in Halbtrauer“ und „Die Abenteuer der Sylvesternacht“ finden auch zwei anspruchsvolle Beispiele aus den „Ländlichen Erzählungen“ ihren Platz, in denen sich Thema und Erzählstrategie des verständlicherweise nicht vertretenen Spätwerks ankündigen.

Eingerahmt wird die Prosa-Auswahl durch zwei Gedichte („Ich habe mich dem Leben nie verweigert“ und „Hundstagsspaziergang“), ein knapper Abriss von Arno Schmidts Leben und Textnachweise bilden den Anhang.

Vermutlich würde jeder Schmidt-Leser eine jeweils andere Auswahl und eine andere Zusammenstellung wählen, aber Bernd Rauschenbach hat die fast unmöglich scheinende Aufgabe, Schmidts Werk für neugierige Leser zugänglich zu machen, deren Schmidt-Kenntnisse vor allem aus Feuilleton-Gerüchten bestehen, mit Bravour bewältigt.

Wenn Sie in Zukunft gefragt werden, was man von Schmidt denn lesen sollte, um einen Zugang zu dem völlig zu Unrecht als „schwierig“ verschrieenen Autor zu bekommen: dann drücken Sie den Fragenden einfach dieses Lesebuch in die Hand. Damit können Sie nichts falsch machen.

Arno Schmidt. Das große Lesebuch. Hrsg. v. Bernd Rauschenbach. Frankfurt/M.: Fischer 2013. 445 Seiten. ISBN 978-596-90555-3. 9,99 Euro.

Arno Schmidt im Fernsehen

23. November 2013, 16.22 Uhr | Giesbert Damaschke

Arte bringt am 15. Januar um 22.30 Uhr einen Film von Oliver Schwehm über Arno Schmidt: „Mein Herz gehört dem Kopf“. Anschließend ist der Film sieben Tage lang über die Mediathek von Arte abrufbar.

„Zettel’s Traum“ für 100 Euro

23. November 2013, 16.17 Uhr | Giesbert Damaschke

Im Jubliäumsjahr 2014 bietet Suhrkamp die vierbändige Studienausgabe von „Zettel’s Traum“ für 100 Euro (statt 248 Euro) an. Die Aktion ist zeitlich begrenzt und beginnt am 1. Januar 2014.

„Feenpalast“

20. November 2013, 23.31 Uhr | Giesbert Damaschke

Aktuell lese ich „Schwere Zeiten“ von Charles Dickens (in der mäßigen Kindle-Edition und der mäßigen Übersetzung von Carl Kolb). Da heißt es zu Beginn von Kapitel 10:

Die Lichter in den großen Fabriken, die, wenn sie erleuchtet waren, wie Feenpaläste aussahen – wie die mit Luxus-Expreß-Reisenden wenigstens behaupten – waren sämtlich ausgelöscht, …

Bei den „großen Fabriken“ handelt es sich um Webereien bzw. Textilfabriken allgemein.

Bei dieser Stelle fiel mir eine Passage ein, die ich in den „Umsiedlern“ verortete, dort aber nicht fand. Stattdessen wurde ich in „Rollende Nacht“  fündig (das ja wiederum ein separat veröffentlichter Auszug aus den „Umsiedlern“ ist):

Aber sie rettete mich selbst, als ihr Blick zufällig aus dem Fenster fiel: »Also wie ein Feenpalast!«. Die Fabrik war nämlich schon jetzt, um halb Sechs, über und über erleuchtet, sah aus ihrer ernsten Front hundertäugig in die Winternacht, und ich dachte – dachte: ich mußte ja vorsichtig sein! – wie es wohl in einem Kopf aussehen möge, dem beim Anblick eines Textilwerkes das Wort ‹Feenpalast› einfiel: so eine darf nun auch wählen!

(BA I/4, 121)

Ähnlich auch in „Bedeutend; Aber …“ (BA III/3, 498) und „Dichter und ihre Gesellen“ (BA III/4, 419).

Arno Schmidt und „Weimar“

17. November 2013, 13.57 Uhr | Giesbert Damaschke

Arno Schmidt WeimarDas Bändchen versammelt die zusammenhängende Texte Arno Schmidts, in denen es um die „Weimarer Klassik“ geht: „Vorspiel“ (aus „Dya Na Sore“), „Wieland oder die Prosaformen“, „An Uffz. Werner Murawski“, „Goethe und Einer seiner Bewunderer“ und „Herder oder vom Primzahlmenschen“.

Im einleitenden Essay „Die Konstellation Weimar“ zeichnet Jan Philipp Reemtsma die Entwicklung nach, die aus dem eher verschlafenen Provinznest Weimar eine wirkmächtige „historisch-normativen Bezugsgröße“ des literarischen Lebens werden ließ. Im zweiten Teil seines Essay stellt er dann Arno Schmidts Funkessays vor und geht ausführlich darauf ein, dass ausgerechnet Schiller fehlt, dem Schmidt in seinen frühen „Dichtergesprächen“ noch nicht einmal einen Platz im Elysium zubilligt.

Das Büchlein lässt mich etwas ratlos zurück. Schmidt-Lesern bietet es wohl kaum Neues, wer Schmidt noch nicht kennt, wird ihn durch die Fokussierung auf die doch recht spezielle Frage, wie Schmidt es denn nun mit „Weimar“ hielt, auch nicht unbedingt kennenlernen.

»Na, Sie hätten mal in Weimar leben sollen!«. Übe Wieland – Goethe – Herder. Hrsg. von Jan Philipp Reemtsma. Stuttgart: Reclam, 2013. 234 Seiten. ISBN 9-78-3-15-018979-5. 6,40 Euro.[= RUB 18979]

Arno Schmidts erfolgreichstes Buch

13. November 2013, 19.01 Uhr | Giesbert Damaschke

Wenn ich hätte raten sollen, welches Buch Arno Schmidts am erfolgreichsten ist, ich hätte wohl auf „Das steinerne Herz“ getippt.

Aber nein, es ist ein Roman, der mir beim Stichwort „Schmidt“ immer erst mit einiger Verzögerung einfällt und der bei mir kaum Lektürespuren hinterlassen hat – vielleicht sollte ich ihn noch einmal lesen:

Die Auseinandersetzung mit der örtlichen Künstlerkolonie gipfelt schließlich in dem dystopischen Roman Die Gelehrtenrepublik […]. Dieser groteske Roman hat inzwischen zahlreiche Auflagen erlebt und ist Arno Schmidts erfolgreichstes Buch.

Schreibt Susanne Fischer, die es schließlich wissen muss, in ihrem Vorwort zu „Arno Schmidt zum Vergnügen“.

Der Band bietet – ähnlich wie „Arno Schmidt für Boshafte“ – eine in verschiedene Kapitel gruppierte „Blütenlese aus dem Werk“. Die einzelnen Einträge werden im Anhang in knapper Form nachgewiesen, wobei man erfreut feststellt, dass hier nicht nur mehr oder weniger bekannte Ausschnitte präsentiert werden, sondern sich auch einige Einträge mit dem Vermerk „ASS“ finden – was für „Unveröffentlichtes Material aus dem Archiv der Arno Schmidt Stiftung“ steht. Insgesamt gibt es davon (wenn ich mich nicht verzählt habe) zehn Einträge, allerdings sollte man das mit dem „unveröffentlicht“ nicht auf die Goldwaage legen, einiges findet sich auch im parallel erschienen Briefband, da haben sich die Editionen ein wenig unglücklich überschnitten.

Aber das sollte einem die Freude an dem handlichen Büchlein nicht trüben. Das durch 13 Zeichnungen und Fotos aufgelockerte Bändchen lädt zum Schmökern und Stöbern ein – selbst wer vieles kennt, kennt doch nicht alles und kann hier noch manchen lustigen Fund machen oder sich zumindest amüsiert erinnern lassen. Das Vorwort von Susanne Fischer gibt einen konzisen Abriss über Schmids Leben und Werk und tut sein bestes, die vielleicht vorhandene Scheu vor dem als kompliziert und schwierig geltenden Autor zu bannen.

Ein wirklich hübsches Büchlein und ideales Mitbringsel.

Arno Schmidt zum Vergnügen. Hrsg. v. Susanne Fischer. Mit 13 Abbildungen. Stuttgart: Reclam, 2013. 191 Seiten. ISBN 978-3-15-018931-3. 5,00 Euro. [= RUB 18931]

»Und nun auf, zum Postauto!!«: Briefe von Arno Schmidt

4. November 2013, 13.04 Uhr | Giesbert Damaschke

Als die Arno Schmidt Stiftung 1985 damit begann, die Briefe Arno Schmidts nicht in der von anderen Editionen gewohnten Form, bei der nur die Briefe desjenigen erscheinen, dem die Edition gewidmet ist, sondern als Briefwechsel zu publizieren, da ging die Arbeit recht gut voran.

Der Editionsplan der Briefe

Zu Buchmesse 1984 stellte man im ersten „Gesamtverzeichnis der Editionen der Arno Schmidt Stiftung“ den „Editionsplan der Briefe“ vor. Angekündigt wurden für Frühjahr 1985 als Band I der Briefwechsel mit Alfred Andersch, im Frühjahr 1986 sollte als Band II der mit Wilhelm Michels folgen, für das Jahr darauf (Frühjahr 1987) stand als Band IV der Briefwechsel mit Hans Wollschläger auf dem Programm.

Ohne Jahreszahl wurden die Briefwechsel mit Eberhard Schlotter (Band III), mit Verlegern (Band VI) und mit Lesern (Band VII) angeführt. Band V sollte „Kleinere Briefwechsel“ mit Kollegen und Band VIII „Familiäre Korrespondenz“ enthalten.

Der Editionsplan wurde zwar nicht eingehalten, aber das ist bei großen Editionsprojekten ja durchaus üblich und kaum zu vermeiden. Mit leichter Verzögerung erschien im Herbst 1985 der Briefwechsel mit Alfred Andersch, im Sommer 1987 folgte der Briefwechsel mit Wilhelm Michels. Dann trat eine Pause ein. Statt des sehnlichst erwarteten Briefwechsel mit Hans Wollschläger erschien im Herbst 1991 der zwischenzeitlich für Herbst 1989, dann für Herbst 1990 angekündigte Band III (Briefwechsel mit Eberhard Schlotter).

Doch dann herrschte jahrelang Stille. Am Editionsplan der Briefe wurde festgehalten, aber mit Ankündigungen und Jahreszahlen hielt man sich fortan, wohl durch Erfahrung eines besseren belehrt, lieber zurück. Erst im Herbst 2007 erschien der „Briefwechsel mit Kollegen“ als Band V der Briefedition.

Briefe von Arno Schmidt

Zur Buchmesse 2013 legte die Stiftung nun zwar leider immer noch nicht den Briefwechsel zwischen Arno Schmidt und Hans Wollschläger vor, doch dafür präsentierte man außerhalb der Briefedition und der Bargfelder Ausgabe mit „‚Und nun auf, zum Postauto!!‘: Briefe von Arno Schmidt“ einen wunderschönen Band mit 160 Briefen Arno Schmidts an Freunde, Leser, Verleger und Kollegen.

Die von Susanne Fischer und Bernd Rauschenbach herausgegebene Ausgabe versammelt „eine chronologisch geordnete Auswahl von Briefen und Briefentwürfen Arno Schmidts“, in denen sich „Schmidts Selbstverständnis als Schriftsteller“ dokumentiere, wobei „einige Briefe […] selbst literarische Zeugnisse“ seien.

In der Tat. Auch dem versierten Schmidt-Leser, der die bereits andernorts publizierten Briefe an Andersch, Michels oder Schlotter kennt, öffnet sich eine wahre Fundgrube an amüsanten, anrührenden und mitunter auch irritierend seltsamen Texten. Manche Briefe wirken wie, je nun: ganz normale Briefe, andere wurden von Schmidt fast schon wie eine Prosaminiatur komponiert und rechtfertigen die Behauptung der Herausgeber, dass die Briefe „selbst literarische Zeugnisse“ seien.

Wer auf den Schmidt/Wollschläger-Briefwechsel wartet, der liest natürlich zuerst die Briefe an Wollschläger (Nummern 70, 80, 87, 91, 94, 98, 107, 110, 113, 114, 124 und 127). Doch auch die vielen bislang unveröffentlichten Briefe an Reemtsma, an Leser, an Verlage/Verleger, Lektoren, Familienmitglieder oder Schulfreunde sind allesamt eine lohnende Lektüre und eröffnen vielfach einen Blick hinter die Kulissen des Literaturbetriebs und in den Arbeitsalltag Arno Schmidts (wobei natürlich nicht alles für bare Münze genommen werden darf – in den Anmerkungen zu den Briefen finden sich ab und an korrigierende Hinweise).
Da wird um Honorare gefeilscht, da gibt er Wollschläger Tipps aus seiner langjährigen Autorenpraxis und warnt ihn vor Verlegern:

Niemand kann besser wissen als ich, daß alle Verleger Ganoven sind; und das Geschacher um die Pfennige für beste Arbeit gehört zu dem entwürdigsten in unserm ganzen Beruf.

Er spart aber auch nicht mit Kritik und haut Wollschläger eine Poe-Übersetzung um die Ohren (wobei er immer wieder beteuert, es handele sich „Kleinigkeiten“ und schließlich sei es „immer noch angenehmer, wir machen uns gegenseitig auf dergleichen aufmerksam, als daß wir’s boshaften Rezensenten in den Zeitungen überlassen“), beantwortet überraschend geduldig (wenn auch mit, so will mir scheinen, genervtem Unterton) Detailfragen eines Lesers oder verbittet sich nachdrücklich, dass ihm Nabokov in die geplante und leider nie zustande gekommene Übersetzung von „Pale Fire“ hineinredet:

Nun wäre es natürlich auf’s wildeste möglich, daß er, als bestseller=Autor, die Bedingungen mit dem Schwerte in der Hand zu diktieren gewohnt ist, (Sie deuten das, ganz vorsichtig, an) – also wenn diese, unangenehm naheliegende, Möglichkeit ›drin‹ wäre: dann schick’ ich Ihnen ›Pale Fire‹ sofort wieder zurück!

Wie geht’s weiter?

Der Band macht natürlich Lust auf mehr – und es warten wohl noch so manche Funde und Überraschungen auf die Schmidt-Leser. Susanne Fischer teilte in der ASml mit, das Archiv der Arno Schmid Stiftung beherberge 12 Leitzordner mit Briefen von Arno und Alice Schmidt (ohne Gegenbriefe), und der Briefwechsel mit Ernst Krawehl umfasse gar 16 Leitzordner. Hier arbeitet man derzeit an der Texterfassung, plane aber nicht, den kompletten Briefwechsel zu publizieren (das wäre, bei aller Liebe, denn auch zu viel des Guten – bei einer derartigen Masse muss klug ausgewählt werden, wer’s genauer wissen will, muss sich dann halt nach Bargfeld begeben).

Die Arbeit am Wollschläger-Briefwechsel schreitet voran, einen Termin mochte Fischer aber nicht nennen. Aber das macht auch nichts. Gut Ding will bekanntlich Weile haben – und bis der Wollschläger-Briefwechsel erscheint, wird uns die Stiftung wohl noch mit manch anderen schönen Editionen überraschen.

Und überhaupt habe wir ja den nun vorliegenden, jedem Schmidt-Leser nachdrücklich zu empfehlenden Briefband: Mehr davon!

»Und nun auf, zum Postauto!!«. Briefe von Arno Schmidt. Herausgegeben von Susanne Fischer und Bernd Rauschenbach. 295 Seiten. ISBN 978-3-518-80370-7. 29,00 Euro.

Die Arno-Schmidt-Mailingliste ist aktuell offline [UPDATE: online]

3. November 2013, 19.58 Uhr | Giesbert Damaschke

UPDATE 4.11.: Die Liste ist vorläufig wieder online
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In den letzten ein, zwei Stunden kam es zu einer massiven Spam-Attacke auf den Listenserver, über den die Arno-Schmidt-Mailingliste läuft.

Die Liste musste vorerst abgeschaltet werden.

Es ist derzeit nicht abzusehen, wie es mit der Liste weitergehen wird. Mit etwas Glück lässt sich das Problem abwenden, im schlimmsten Fall wird die Liste auf einen anderen Server umziehen, was allerdings einige Zeit dauern wird.