Lektürewochenende ›Kühe‹ & ›Caliban‹

11. Januar 2017, 17.01 Uhr | Giesbert Damaschke

Die Arno Schmidt Stiftung veranstaltet vom 19. bis 21. Mai am Nordkolleg Rendsburg ein Lesewochenende. – Aus dem Programmtext:

Im Mittelpunkt des Lese-Seminars stehen Arno Schmidts »Ländlichen Geschichten«. Der Erzählungszyklus entstand von 1960–1963, nach dem Roman »Kaff« und vor dem Beginn der Arbeit an »Zettel’s Traum«. In diesen Texten, die alle in der Gegend seines Wohnortes Bargfeld angesiedelt sind, entwickelte der Autor poetische Verfahren, mit denen er auch im Spätwerk arbeitete: Verschreibungen, Doppelsinn, Metaphorisierungen, Nutzbarmachung psychoanalytischer Verfahren und Rückgriffe auf einen mythischen Erzählfundus.

Die beiden Erzählungen, die gemeinsam gelesen werden, sind sehr unterschiedlich angelegt. Während »Kühe in Halbtrauer« sehr vermittelt über Nationalsozialismus und Kriegserfahrung berichtet, und darüber, wie die Nazi-Vergangenheit in der Bundesrepublik der frühen 60er Jahre auffällig nicht-thematisiert wurde, wird in »Caliban über Setebos« der Orpheus-Mythos neu erzählt – über vielerlei Anspielungen auf Kunst und alte Literatur.

In Lektüre und Gespräch erarbeiten die Teilnehmenden gemeinsam mit den Dozenten ihr Verständnis des Textes. Die Kenntnis dieser oder anderer Texte Arno Schmidts wird nicht vorausgesetzt.

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