Wollschläger über Mahler

16. Mai 2010, 14.42 Uhr | Giesbert Damaschke

Cover Der andere StoffDie Werkausgabe Hans Wollschlägers im Wallstein-Verlag wird fortgesetzt. Für Juli ist angekündigt: Der Andere Stoff. Fragmente zu Gustav Mahler, ca. 352 Seiten, ISBN: 978-3-8353-0588-5, ca. 32 Euro.

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Der Verlag kündigt den Band folgendermaßen an:

Zum 150. Geburtstag von Gustav Mahler am 7. Juli 2010 Schriften des leidenschaftlichen Mahler-Enthusiasten Hans Wollschläger

Die Symphonien Gustav Mahlers lernte Hans Wollschläger im unmittelbaren Nachkriegsjahrzehnt kennen – nicht etwa durch Schallplattenaufnahmen oder in Konzerten, sondern durch präzise Imagination beim Lesen der Partituren. Dieses »größte Lese-Erlebnis meines Lebens überhaupt« brachte ihn dazu, sich über zehn Jahre an einer aufführungsreifen Fassung der Fragment gebliebenen Zehnten Symphonie zu versuchen: die Musik Gustav Mahlers sollte Wollschläger sein Leben lang nicht mehr loslassen. Immer wieder zeigte er sich leidenschaftlich-fasziniert von diesem Komponisten, sei es in Essays und Radiobeiträgen, Vorträgen oder auch Rezensionen. So war es auch Wollschläger, der 1989 in einem Aufsehen erregenden Vortrag erstmals eine genaue Textexegese der Mahlerschen Partituren forderte und den Interpretationen des kommerziellen Konzertbetriebs der vergangenen Jahrzehnte, der »Schlamperei der Tradition«, eine furiose Absage erteilte.

Dieser Band enthält – neben allen zu Lebzeiten gedruckten Texten Wollschlägers zu Mahlers Leben und Werk – auch unveröffentlichtes Material aus dem Nachlass, darunter einen frühen Funkessay in der Tradition Arno Schmidts.

Hier bietet sich die Gelegenheit, einen »Mahler-Kenner und Mahler-Enthusiasten von höchstem Karat« (Jens Malte Fischer) kennenzulernen.

(Hinweis von Andreas Weigel)

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2 Kommentare zu Wollschläger über Mahler

Rüdi schreibt:
16. Mai 2010, um 19:07

Ah ! Oh !

Wolfgang S. schreibt:
20. Juni 2010, um 16:21

Vielen Dank für die Information, Wollschläger war ein Genie (im wahrsten Sinne des Wortes) – ich bewundere ihn fast täglich. Ein wahrhaft künstlerischer Mensch, seine Adern von Musik durchströmt. (Das fehlt mir bei Arno Schmidt oft.) Werde mir als „Unterschichtler“ die Ausgabe wohl nicht leisten können, leider. Möchte an dieser Stelle Lob für Forssman und co. aussprechen: tolle Leistung! Die Bargfelder Ausgabe ist wunderschön, ein Kunstwerk (besitze sie natürlich nicht, durfte sie jedoch bereits zweimal in Händen halten … Wahnsinn!)

Gruß

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