Neues Handbuch zu Schwarze Spiegel
Nach Heinrich Schwiers „Niemand. Ein kommentierendes Handbuch zu Arno Schmidts ‚Schwarze Spiegel‘“ (edition text+kritik) liegt nun ein weiteres Buch mit Erläuterungen zu Schmidts Kurzroman vor:
Lutz Hagestedt, André Kischel: »Herr der Welt«. Kommentierendes Handbuch zu Arno Schmidts »Schwarze Spiegel«. Mit einer Synopse der in den vierziger und fünfziger Nachkriegsjahren erschienenen Erzählprosa. Belleville Verlag, Michael Farin. München 2009. ISBN 3-933310-40-2. 334 Seiten. 34 Euro.
Aus der Verlagswerbung:
Schmidts namenloser Protagonist, hier schlicht ›Ego‹ (lat. ›ich‹) genannt, ist, wie es zu Beginn der Erzählung scheint, der letzte Überlebende eines vernichtenden Atomschlags. Als Misanthrop ist der Ich-Erzähler nicht böse darüber: »Das Experiment Mensch, das stinkige, hat aufgehört!« Er betont wiederholt, dass es gut sei, dass »Alles« ein Ende habe, »daß Alle weg waren«: »ich brauchte Niemanden« und: »es lebe die Einsamkeit«.
Am Ende bleibt dieser einzige Überlebender als »Herr der Welt« zurück – in seinem »Versuch, sich nach der Katastrophe zu behaupten«: ein gottgleicher Schöpfer und Meister der Schrift, »ewige Dichtungen oder Weisheit oder Erinnerungen aufzuzeichnen«.
Inhalt: »Blatt um Blatt wenden« – zur Aufgabe des Kommentars. Vorwort. »Ein Zeitbild ersten Ranges«. »Ein literarischer Hungerleider« – Arno Schmidt und das Literatursystem der Nachkriegszeit. »Ich erhob mich feufzend« – Adressaten, Textgestalt, Zitierweise. »Schwarze Spiegel« – Kommentar des Titels. »Du ach, Alice und ich« – Kommentar des Widmungsgedichtes. »Dic mihi […] qualis eris?« – Kommentar des Mottos. »Des Menschen Leben« – Kommentar des Haupttextes, Teil I. »Zu Hause grande« – Kommentar des Haupttextes, Teil II. Synopse der in den vierziger und fünfziger Nachkriegsjahren erschienenen Erzählprosa.

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