Abkürzungen

Bei der Lektüre der Sekundärliteratur und bei Diskussionen zu Arno Schmidt stößt man immer wieder auf verschiedene Abkürzungen, deren Bedeutungen als bekannt vorausgesetzt werden, es aber nicht immer sind. Diese Kürzel werden an dieser Stelle gesammelt und erläutert.

AmG
Abend mit Goldrand. Eine Märchen-Posse. 55 Bilder aus der Lä/Endlichkeit für Gönner der Verschreibkunst. – Letzter vollendeter Roman Arno Schmidts, EA 1975.
BA
Bargfelder Ausgabe – Die von der Arno Schmidt Stiftung herausgegebene maßgebliche Werkausgabe Arno Schmidts. Zitiert wird mit nach dem Muster »Werkgruppe / Band, Seitenzahl«, wobei die Werkgruppe mit einer römischen Ziffer von I bis IV bezeichnet wird. Eine Angabe wie »BA I/3, S. 41« meint also: »Bargfelder Ausgabe, erste Werkgruppe, dritter Band, Seite 41«.
BB
Bargfelder Bote. Materialien zum Werk Arno Schmidts. Hrsg. von Jörg Drews. – Erscheint seit September 1972 im Münchner Verlag Edition Text+Kritik
BVZ
Dieter Gätjens: Die Bibliothek Arno Schmidts. Ein kommentiertes Verzeichnis seiner Bücher. Neue Ausgabe, durchgesehen und erweitert von Günter Jürgensmeier. – »BVZ« steht als Abkürzung für »Bücherverzeichnis«; die erste (gedruckte) Ausgabe erschien 1991, 2003 erstellte Günter Jürgensmeier seine revidierte Ausgabe, die als kostenlose PDF-Datei von den Webseiten der Arno Schmidt Stiftung geladen werden kann.
GASL
Gesellschaft der Arno-Schmidt-Leser – 1986 gegründete, literarische Gesellschaft mit dem Ziel, das Interesses am Werk des deutschen Schriftstellers Arno Schmidt zu fördern und zu verbreiten
ol, ru
oben links, rechts unten – Der Bargfelder Bote und Dieter Stündels Register Zettels Traum etablierten eine besondere Technik für Zitate aus den A3-großen Typoskript-Seiten des Spätwerks, insbesondere aus Zettel’s Traum. Um eine Orientierung auf den überformatigen Seiten zu erleichtern, werden Zitate durch eine nachgestellte Positionsangabe lokalisiert. Dabei stehen o, m, u, l und r für oben, mitte, unten, links und rechts. Eine Angabe wie »ZT 45 mu« steht dann für »Zettel’s Traum, Seite 45, im mittleren Bereich, unten«. Dieser Art der Zitatangaben begegnet man zwar bis heute, aber im Ganzen muss sie wohl eher als Phänomen der Rezeption von Zettel’s Traum betrachtet werden.
Müther
Karl-Heinz Müther: Bibliographie Arno Schmidt. – Die umfassendste, wenn auch ein wenig eigenwillig strukturierte, Bibliographie zu Arno Schmidt. Das tausendseitige Grundwerk erschien 1992 und wird seither regelmäßig um Nachlieferungen ergänzt und aktualisiert. Auf den Webseiten der GASL kann man das Grundwerk und die ersten zehn Nachlieferungen als PDF-Datei herunterladen